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Auf diesem Kanal geht es um Medienbilder, Propaganda und darum, wie verschiedene Narrative entstehen und wirken.
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Russin In Deutschland
Freunde, ihr wisst ja, wie ungern Politiker unangenehme Fragen beantworten. Doch während man sich ihnen in Deutschland nicht einfach entziehen kann, hat man in Russland eine andere Lösung gefunden. Es gibt inzwischen so viele unbequeme Fragen von Bürgern, dass man den Funktionären einfach einen Leitfaden mit fertigen Antworten verteilt hat.
Die wichtigste Regel dieses Leitfadens lautet: Den Wahlkampf bloß nicht gefährden. Nach Berichten russischer Medien erhielten Abgeordnete der Partei „Einiges Russland“ in Sankt Petersburg Empfehlungen, wie sie auf die unangenehmsten Fragen der Bevölkerung reagieren sollen.
Im Amtsdeutsch der russischen Bürokratie klingt eine Wirtschaftskrise inzwischen so: Die Löhne steigen – nur sei das „nicht immer spürbar“. Und falls jemand das Thema Korruption anspricht, gibt es auch dafür bereits vorbereitete Formulierungen. Selbst die Sperrung von Telegram und die Abschaltung des mobilen Internets sollen mit der „Sicherheit der Bürger“ gerechtfertigt werden. Erwachsene Menschen werden dabei sinngemäß wie Kinder behandelt, die man erziehen müsse.
Journalisten ist dieser Leitfaden in die Hände gefallen, und Fotos einzelner Seiten wurden bereits veröffentlicht.
Warum passiert das ausgerechnet jetzt? Weil am 20. September in Russland die Wahlen zur Staatsduma stattfinden.
Gleichzeitig erlebt das Land eine umfassende politische Säuberung. Während früher unbequeme Kandidaten meist unter formalen Vorwänden von den Wahlen ausgeschlossen wurden, greift der Staat heute immer häufiger zu Strafverfahren und massivem Druck. Zunächst traf es Boris Nadeschdin, der systematisch aus der legalen Politik gedrängt wurde. Nun steht die Partei „Jabloko“ im Visier. Zwar wurde sie zur Wahl zugelassen, doch ihre bekanntesten Politiker – Lew Schlossberg und Maxim Kruglow – sitzen inzwischen wegen Strafverfahren in Untersuchungshaft.
Wenn die Macht gleichzeitig politische Konkurrenten ausschaltet, ihren Funktionären Leitfäden mit vorgefertigten Antworten aushändigt, den Zugang zu Informationen einschränkt und Zensur mit „Sicherheit“ begründet, dann hat das mit einem fairen politischen Wettbewerb kaum noch etwas zu tun.
All das geschieht, damit die Partei des Krieges – „Einiges Russland“ – ohne echte Konkurrenz in die Wahlen geht und ihre vollständige Kontrolle über die Staatsduma behält.
Übersetzung
1) 5. Warum sollte man ausschließlich „Einiges Russland“ wählen und nicht für andere Parteien stimmen? Ist es nicht an der Zeit, auch ihnen einmal die Regierungsverantwortung zu übertragen?
• „Gerechtes Russland“ ist eine Partei des Populismus: Mal steht sie gemeinsam mit Nawalny auf dem Bolotnaja-Platz und trägt weiße Schleifen, mal unterstützt sie Sozialismus, dann wieder Prigoschin mit seinem Vorschlaghammer, und anschließend fordert sie uneingeschränkte Internetfreiheit – sogar während eines Krieges. Wofür und für wen sie morgen eintreten wird, weiß niemand. Eine riskante Wahl.
• Die LDPR ohne Schirinowski ist wie ein Reiter ohne Kopf. Sollten sie an die Macht kommen und versuchen, all ihre Versprechen gleichzeitig einzulösen, wäre der Staatshaushalt bereits im ersten Jahr erschöpft. Und wenn sie stattdessen ihrem Motto „Für die Russen und für die Armen“ folgen, würden sie zusätzlich Unruhe und Chaos stiften.
• Die KPRF (Kommunistische Partei der Russischen Föderation) ist die Partei, die die Sowjetunion zugrunde gerichtet hat. Es waren die Kommunisten selbst, die ihren Chef Gorbatschow wählten und ihm applaudierten. Kann man Menschen die Macht überlassen, die bereits einen großen Staat zu Grabe getragen haben …
2) 6. Warum gilt „Einiges Russland“ als „Partei der Verbote“, unterstützt die Einschränkung von Telegram, schaltet das Internet ab und unterdrückt die Meinungsfreiheit?
• Wenn „Einiges Russland“ angeblich die Meinungsfreiheit unterdrückt und alles verbietet – warum darf man das dann überall und völlig ungehindert behaupten? Ganz einfach: „Einiges Russland“ hat sich immer für Meinungs- und Redefreiheit eingesetzt und tut das auch heute noch. Und das, obwohl gegen unser Land ein groß angelegter Informations- und Psychologischer Krieg geführt wird.
• Gerade dieser Informationskrieg gegen Russland untergräbt das Land von innen heraus. Terroranschläge, Brandstiftungen – auch solche, die von manipulierten Jugendlichen begangen werden –, Provokationen, Panikmache und Betrug an älteren Menschen seien Folgen dieses Informationskriegs. Die Zahl solcher Straftaten habe sich um ein Vielfaches erhöht. In Kriegszeiten seien vorübergehende Einschränkungen unvermeidlich – das habe es in allen Epochen und in jedem Krieg gegeben. Heute würden alle Staaten, die in den weltweiten Konflikt verwickelt seien, Einschränkungen im Internet einführen.
• Wie viele Drohnen ihr Ziel aufgrund der Kommunikationssperren in zahlreichen Regionen nicht erreicht haben, wie viele Explosionen dadurch verhindert und wie viele Menschenleben gerettet wurden – das werde man erst noch erfahren. Man dürfe jedoch nicht die Beschwerden Tausender Menschen – „Ich kann in unserem Arbeitschat nicht antworten! Das ist eine Unverschämtheit, ich habe genug davon!“ oder „Ich kann meine Nachrichten nicht lesen – wie lange soll das noch dauern?!“ – mit dem geretteten Leben einer Familie in der Region Brjansk oder dem zerstörten Schicksal eines Jugendlichen gleichsetzen, der dazu gebracht wurde, einen Relaiskasten an einer Eisenbahnstrecke in Brand zu setzen.
• Wenn der Hauseingang Ihres Wohnhauses immer mehr zu einem Durchgangsort und zu einem gefährlichen Ort wird und ein Sicherheitsexperte Ihnen empfiehlt, wenigstens ein Schloss an der Eingangstür anzubringen, während Ihr Nachbar behauptet, „Die Freiheit muss erhalten bleiben!“ – auf wen würden Sie hören?
• Jeder schätzt es, nicht mehr für Bescheinigungen Schlange stehen zu müssen, Banking-Apps zu nutzen, seine Steuern und Einkäufe online zu verwalten, elektronische Signaturen zu verwenden und die Möglichkeit zu haben, im Homeoffice zu arbeiten. Doch viele haben vergessen, dass staatliche Online-Dienste einst als „digitale Hölle“ bezeichnet wurden, die persönliche Steueridentifikationsnummer als „Zeichen des Tieres“, die Zahlungskarte „Mir“ als „aufgezwungen“ galt und russische digitale Technologien als unrealistische Fantasie verspottet wurden. Die Entwicklung des Messengers MAX, der zehnmal jünger ist als Telegram, werde mit der Zeit zum gleichen Ergebnis führen: praktisch, bequem, schnell und aus eigener Hand.
• Nicht jedes Verbot ist gleich. Versuchen Sie einmal, Ihr Kind ganz ohne Verbote großzuziehen – im Interesse seiner Gesundheit und Sicherheit! Verboten wurde Inkassounternehmen, Schuldner und deren Angehörige wegen Nebenkostenschulden zu schikanieren. Verboten wurde die Propaganda von Suizid, LGBT und Geschlechtswechsel gegenüber Kindern. Millionen Menschen haben bereits von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sich selbst für die Aufnahme von Krediten sperren zu lassen. Verboten wurden Werbe-SMS-Spam auf Mobiltelefonen sowie Auslandskonten für Abgeordnete, Beamte und deren Familienangehörige. Auch das sind Gesetze von „Einiges Russland“ – nur über diese Verbote werde niemand sprechen.
2 weeks ago | [YT] | 36
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Russin In Deutschland
Freunde, wusstet ihr, dass es in Russland bis heute kein eigenes Gesetz gegen häusliche Gewalt gibt? Kürzlich sorgte eine Aussage einer russischen Beamtin für einen landesweiten Aufschrei und löste heftige Kritik aus. Ich arbeite bereits an einem Video zu diesem Thema und erkläre euch, worum es geht und warum dieser Fall so viel Aufmerksamkeit erregt
1 month ago | [YT] | 60
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Russin In Deutschland
Wie kann man in Deutschland leben und gleichzeitig den Kreml unterstützen?
Liebe Leserinnen und Leser,
vor Kurzem habe ich zwei nahezu identische Kurzvideos zum gleichen Thema veröffentlicht – eines auf meinem deutschsprachigen Kanal und eines auf meinem russischsprachigen Kanal.
In beiden Videos ging es um sogenannte Spätaussiedler, die seit vielen Jahren in Deutschland leben, sich aber offenbar nie wirklich aus dem russischen Informationsraum gelöst haben. Ich stellte eine einfache Frage:
Wie kann man die Vorzüge einer europäischen Demokratie genießen und gleichzeitig den russischen Angriffskrieg unterstützen?
Die Reaktionen waren äußerst aufschlussreich.
Unter dem deutschsprachigen Video wurde überwiegend sachlich diskutiert. Die Zuschauer tauschten ihre Erfahrungen aus, stimmten zu oder widersprachen - aber sie setzten sich mit dem eigentlichen Thema auseinander.
Ganz anders sah es unter der russischsprachigen Version aus. Dort überschlugen sich die Kommentare vor Hass. Es war alles dabei: offene Beleidigungen, Beschimpfungen und natürlich der altbekannte Vorwurf: „Die Autorin ist Ukrainerin.“
Dabei war ich in meinem ganzen Leben kein einziges Mal in der Ukraine.
Für überzeugte Anhänger des Kremls scheint jedoch jeder, der die offizielle russische Propaganda nicht nachspricht, automatisch Ukrainer, „Agent des Westens“ oder schlicht ein Verräter zu sein.
Das häufigste „Argument“ meiner Kritiker ließ sich auf einen einzigen Satz reduzieren:
„Du warst nie in unserer Situation. Du kannst uns gar nicht verstehen.“
Nur liegen sie damit falsch.
Ich weiß sehr genau, was es bedeutet, unter dem Putin-Regime zu leben.
Den größten Teil meines Lebens habe ich in Russland verbracht. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie sich das Land Schritt für Schritt verändert hat: wie unabhängige Medien von staatlicher Propaganda verdrängt wurden, wie kritische Stimmen zunehmend zu „Volksfeinden“ erklärt wurden und wie die Angst, die eigene Meinung offen zu äußern, immer mehr zum Alltag wurde.
Als meine Eltern beschlossen, Russland zu verlassen, sagten sie einen Satz, den ich nie vergessen habe:
„Es wird nicht besser werden. Es wird nur noch schlimmer.“
Damals hielt ich diese Worte für übertrieben pessimistisch. Heute, mit dem Abstand der Jahre, weiß ich, wie recht sie hatten.
Deshalb fällt es mir nicht schwer, Russland zu verstehen. Ich kenne dieses Land sehr gut. Was ich hingegen nicht verstehen kann, ist etwas völlig anderes: Wie kann man in einem Land leben, in dem unabhängige Gerichte existieren, Meinungsfreiheit gilt und freie Wahlen stattfinden – und gleichzeitig ein Regime bewundern, das genau diese Grundpfeiler einer demokratischen Gesellschaft systematisch zerstört?
Das Paradoxe daran ist, dass viele dieser selbsternannten „Patrioten“ Russland bereits in den 1990er-Jahren oder zu Beginn der 2000er verlassen haben. Im Gegensatz zu mir haben sie das heutige Russland unter Wladimir Putin nie selbst erlebt. Ihr Bild des Landes basiert deshalb häufig nicht auf eigenen Erfahrungen, sondern auf einer medialen Realität, die von staatlicher Propaganda geprägt ist.
Sie lieben nicht das reale Russland, sondern eine Fernsehversion des Landes - heroisch inszeniert, glorifiziert und weitgehend fiktiv. Das wirkliche Russland mit seinen wirtschaftlichen Problemen, Korruption, Einschränkungen der Meinungsfreiheit und der ständigen Suche nach inneren und äußeren Feindbildern passt nicht in dieses Weltbild.
Vielleicht erklärt genau das auch, warum man rund um den 9. Mai in manchen deutschen Städten ein befremdliches Schauspiel beobachten kann. Menschen, die einst selbst nach Deutschland kamen, um sich hier ein besseres Leben aufzubauen, marschieren mit sowjetischen Fahnen, Porträts von Wladimir Putin oder anderen Symbolen eines Staates, den sie einst bewusst verlassen haben.
Von außen betrachtet wirkt das wie ein offensichtlicher Widerspruch.
Wie lässt sich dieses Phänomen erklären?
Meiner Ansicht nach spielt vor allem die fehlende Integration eine entscheidende Rolle - und dabei geht es um weit mehr als nur um Sprachkenntnisse.
Bemerkenswert ist, dass ausgerechnet die russischsprachige Version meines Videos deutlich mehr Aufrufe erzielte und wesentlich heftigere Reaktionen hervorrief. Das spricht dafür, dass viele dieser selbsternannten „Patrioten“ ihre Informationen weiterhin fast ausschließlich aus russischsprachigen Quellen beziehen. Sie sehen russisches Fernsehen, verfolgen russischsprachige Telegram-Kanäle und bewegen sich überwiegend innerhalb ihres eigenen Informationsraums.
Sie leben seit Jahrzehnten in Deutschland - geografisch. Informations- und gedanklich befinden sie sich jedoch noch immer in Russland.
Wer sich über viele Jahre kaum mit deutschen Medien, gesellschaftlichen Debatten oder politischen Entwicklungen auseinandersetzt, entwickelt zwangsläufig nur begrenzten Zugang zu den Werten und der politischen Kultur seines neuen Heimatlandes. Wer sich nie wirklich als Teil dieser Gesellschaft fühlt, klammert sich oft umso stärker an die Vorstellung einer „großen Heimat“. Sie vermittelt Identität, Zugehörigkeit und das Gefühl, Teil von etwas Bedeutendem zu sein.
Einen solchen „starken Führer“ aus sicherer Entfernung zu bewundern, ist allerdings denkbar bequem. Man profitiert von einem funktionierenden Gesundheitssystem, gut ausgebauter Infrastruktur, sozialer Absicherung und der Sicherheit eines demokratischen Rechtsstaats. Sollte Russland eine weitere Mobilisierungswelle ausrufen, die Repressionen verschärfen oder in eine neue wirtschaftliche Krise geraten, werden die Folgen sie persönlich kaum treffen.
Genau deshalb drängt sich eine einfache Frage auf:
Wenn Sie tatsächlich so überzeugt von der Politik des Kremls sind – warum haben Sie sich entschieden, dauerhaft in Deutschland zu leben? Warum vertrauen Sie auf das deutsche Gesundheitssystem, die deutsche Infrastruktur und den deutschen Sozialstaat, anstatt in dem Land zu leben, dessen politisches System Sie so leidenschaftlich verteidigen?
Unter den zahlreichen beleidigenden Kommentaren tauchte immer wieder ein weiterer Satz auf:
„Wir sind doch für den Frieden mit Russland.“
Doch was genau ist damit gemeint?
Mit sowjetischen Fahnen und Porträts Wladimir Putins durch deutsche Städte zu ziehen und gleichzeitig russische Angriffe auf ukrainische Städte zu rechtfertigen, ist kein Einsatz für den Frieden. Es bedeutet, eine Kriegspartei politisch zu unterstützen.
Von Frieden zu sprechen ist leicht, wenn dieser „Frieden“ ausschließlich bedeutet, dass die angegriffene Seite auf Widerstand verzichten soll. Echter Frieden setzt jedoch voraus, dass die Kampfhandlungen beendet werden, das Völkerrecht respektiert wird und Verantwortung für Zerstörung und menschliches Leid übernommen wird.
Wenn Sie tatsächlich Frieden wollen - warum fordern Sie dann nicht ein Ende des Krieges? Warum sprechen Sie nicht über den Abzug russischer Truppen aus der Ukraine? Warum erinnern Sie nicht an die Opfer – an die ukrainischen ebenso wie an die russischen? Warum werden Hunderttausende getötete oder schwer verwundete russische Soldaten und Zivilisten in Ihrer Argumentation kaum erwähnt?
Ebenso bemerkenswert ist, mit welcher Überzeugung viele dieser Menschen behaupten, die Geschichte dieses Konflikts genau zu kennen. Tatsächlich basiert ihr Bild jedoch häufig fast ausschließlich auf der Darstellung staatlicher russischer Medien.
Dabei war die Intensität der Kämpfe im Donbas bereits vor Februar 2022 deutlich geringer als in den ersten Jahren des Konflikts. Selbst Igor Girkin (Strelkow), einer der bekanntesten Akteure der Ereignisse von 2014 und sicher niemand, den man als Unterstützer der Ukraine bezeichnen könnte, räumte öffentlich ein, dass das Eingreifen Russlands maßgeblich zur Eskalation beigetragen habe. Solche Aussagen finden jedoch im russischen Informationsraum kaum Beachtung - oder verschwinden schnell wieder aus der öffentlichen Wahrnehmung.
Deutschland und andere europäische Staaten nehmen die eigene Sicherheit inzwischen deutlich ernster als noch vor wenigen Jahren. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges investieren sie erheblich mehr in ihre Verteidigungsfähigkeit und bereiten sich auf mögliche sicherheitspolitische Bedrohungen vor.
Und genau an dieser Stelle möchte ich allen, die in Deutschland leben und dennoch den Kreml vorbehaltlos unterstützen, eine letzte Frage stellen:
Sollte Russland seine militärische Aggression eines Tages tatsächlich auf Europa ausweiten - auf welcher Seite würden Sie dann stehen?
Würden Sie das Land verteidigen, das Ihnen Sicherheit, Freiheit, Arbeit und soziale Stabilität ermöglicht hat? Oder würden Sie weiterhin den Kreml glorifizieren, während Raketen nicht mehr ukrainische, sondern europäische Städte treffen?
Für mich ist die Antwort längst klar.
Deutschland ist heute meine Heimat. Hier lebt meine Familie. Hier wächst mein Kind auf. Dieses Land hat uns Sicherheit gegeben und die Möglichkeit, uns eine neue Zukunft aufzubauen.
Sollte ich jemals zwischen der demokratischen Gesellschaft, die zu meiner Heimat geworden ist, und einem Regime wählen müssen, das Krieg, Unterdrückung und Hass zu politischen Instrumenten gemacht hat, fällt mir diese Entscheidung nicht schwer.
Ich entscheide mich für Deutschland.
1 month ago | [YT] | 86
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Russin In Deutschland
Freunde,
heute gab es eine bemerkenswerte Nachricht, überraschend ist sie allerdings nicht. Ehrlich gesagt war es nur eine Frage der Zeit.
Bei der letzten russischen Präsidentschaftswahl gab es praktisch nur einen Kandidaten, der sich offen gegen den Krieg aussprach: Boris Nadeschdin.
Als er ankündigte, kandidieren zu wollen und den Krieg beenden zu wollen, stellten sich tausende Menschen an, um seine Kandidatur mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Nicht nur in Russland, sondern auch russische Staatsbürger im Ausland sammelten und leisteten Unterschriften.
Nach russischem Wahlrecht waren mindestens 100000 gültige Unterschriften erforderlich. Nadeschdin und sein Team sammelten jedoch mehr als 200.000. Menschen warteten stundenlang in langen Schlangen, nur um ihre Unterstützung für einen Antikriegskandidaten zu zeigen.
Besonders aufschlussreich war dabei, dass es an den Sammelstellen für Wladimir Putin keinen vergleichbaren Andrang gab.
Aus den gesammelten Unterschriften wählte das Team die qualitativ besten aus und reichte am 31. Januar 2024 insgesamt 105000 Unterschriften bei der Zentralen Wahlkommission ein- die maximal zulässige Anzahl mit einer Sicherheitsreserve.
Von den überprüften 60000 Unterschriften erklärte die Wahlkommission 9147 für ungültig. Das entsprach 15,2 % und lag damit deutlich über der gesetzlich zulässigen Grenze von 5 %.
Am 8. Februar 2024 verweigerte die Zentrale Wahlkommission Boris Nadeschdin deshalb die Registrierung als Präsidentschaftskandidat. Seine Klage vor dem Obersten Gericht Russlands blieb ebenfalls erfolglos.
Und heute kam der nächste Schritt:
Boris Nadeschdin wurde offiziell in das russische Register der sogenannten „ausländischen Agenten“ aufgenommen.
In Russland bedeutet dieses Label nicht, dass jemand tatsächlich für ein anderes Land arbeitet. Es dient vielmehr dazu, Kritiker des Regimes öffentlich zu stigmatisieren, ihre Arbeit massiv einzuschränken und sie unter ständige staatliche Kontrolle zu stellen.
Dass ausgerechnet der bekannteste Antikriegskandidat nun ebenfalls auf dieser Liste steht, dürfte daher kaum jemanden überraschen.
1 month ago | [YT] | 39
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Russin In Deutschland
Zum ersten Mal seit Beginn des Krieges haben ukrainische Drohnen die russische Millionenstadt Omsk in Westsibirien erreicht – mehr als 2.000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Russische Medien berichten, dass der Flughafen Omsk vorübergehend geschlossen wurde. Außerdem gibt es Berichte über einen Angriff auf die dortige Ölraffinerie, eine der größten Raffinerien Russlands. Eine offizielle Bestätigung über das Ausmaß möglicher Schäden gibt es bislang nicht. Sollte sich der Angriff bestätigen, wäre das ein weiterer Beleg dafür, dass die Ukraine inzwischen Ziele tief im russischen Hinterland erreichen kann. Die Raffinerie in Omsk ist die größte Ölraffinerie Russlands
1 month ago (edited) | [YT] | 42
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Russin In Deutschland
Freunde, Russland hat mehrere Bahn-Grenzübergänge zu Finnland, Estland und Lettland vorübergehend geschlossen – ohne eine konkrete Begründung zu nennen. Betroffen sind der Personen-, Güter- und Fahrzeugverkehr. Das sorgt bereits für viele Spekulationen.
🤔 Was denkt ihr: Was könnte hinter dieser Entscheidung stecken? Vorsichtsmaßnahme, politische Botschaft oder etwas ganz anderes?
Schreibt eure Meinung in die Kommentare – ich bin gespannt auf eure Einschätzungen.
1 month ago | [YT] | 33
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Russin In Deutschland
Hallo zusammen! 👋
Ich habe lange überlegt, worüber das nächste Video über Russland gehen soll. Und dann bin ich auf einen Fall gestoßen, der mich ehrlich gesagt sprachlos gemacht hat.
Das Video ist bereits in Vorbereitung. Ein kleiner Spoiler: Der Vorfall ist skandalös – und gleichzeitig leider nichts Ungewöhnliches.
Mehr dazu schon bald. 😉
1 month ago | [YT] | 43
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Russin In Deutschland
Hier sind ein paar Screenshots aus den sozialen Netzwerken, auf denen Fotos des Geschehens zu sehen sind. Ein Video folgt später
1 month ago (edited) | [YT] | 13
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Russin In Deutschland
Freunde, mein Morgen begann heute nicht mit grünem Tee, sondern mit Nachrichten aus Russland. Sicherheitskräfte sollen in Pensa und anderen Städten der Region Männer auf der Straße festhalten und für den Krieg rekrutieren. Was bisher bekannt ist und wie die Berichte aussehen.
Mitarbeiter der Polizei, der Nationalgarde (Rosgwardija) und der Wehrersatzämter führen nach Angaben von Anwohnern großangelegte Razzien in Pensa, Kamenka und Kusnezk durch. Dabei würden Männer festgehalten und zur Unterzeichnung von Verträgen mit dem russischen Verteidigungsministerium gedrängt.
🔵 Woher stammen diese Informationen?
Am 17. Juni veröffentlichte die Einwohnerin von Pensa, Natalja Solomina, in dem russischen sozialen Netzwerk VKontakte ein Video. Darauf sind Frauen vor einem Bus am Wehrersatzamt zu sehen. Sie versuchen, die Männer zurückzuhalten, werfen sich vor den Bus, weinen und behaupten, ihre Angehörigen seien geschlagen und zur Unterzeichnung von Verträgen mit dem Verteidigungsministerium gezwungen worden.
Die Männer selbst sitzen unter Bewachung von Militärangehörigen im Bus und reagieren nicht auf Fragen, ob sie freiwillig in die Armee eintreten.
Das unabhängige Medium „Mediazona“ konnte den Aufnahmeort des Videos identifizieren. Es handelt sich um das Wehrersatzamt der Bezirke Oktjabrski und Schelesnodoroschny in der Skladskaja-Straße in Pensa.
Augenzeugen und weitere Einwohner bestätigten Berichte über die Razzien gegenüber mehreren Medien und Organisationen, darunter „Govorit NeMoskva“, Varlamov News, die Bewegung der Kriegsdienstverweigerer sowie die Organisation „Idite Lesom“.
Lokale Medien berichten bisher kaum über die Vorgänge. In den Kommentarspalten regionaler Nachrichtenportale sprechen Bewohner jedoch von einer „Busifizierung“ (Anspielung auf die Praxis, Menschen in Kleinbussen abzutransportieren) und kritisieren das Schweigen der Journalisten.
Auch die Behörden haben die Berichte bislang nicht kommentiert. Einwohner hinterlassen auf der VK-Seite des Bürgermeisters von Pensa, Oleg Denisow, zahlreiche Fragen und fordern eine Stellungnahme.
„Warum werden Autos angehalten und Fragen zum Wehrregister gestellt? Wo bleiben die Erklärungen zu den Videos aus Kamenka, auf denen Menschen von Männern in Militäruniformen in Fahrzeuge gedrängt werden?“ schreibt eine Nutzerin.
🔵 Wie sollen die Razzien ablaufen?
Nach Aussagen von Einwohnern patrouillieren Einsatzkräfte der Verkehrspolizei gemeinsam mit Mitarbeitern der Wehrersatzämter und OMON-Einheiten der Nationalgarde in Sturmhauben auf den Straßen. Zudem würden Polizeibeamte in zivilen Fahrzeugen unterwegs sein und Wohnungen kontrollieren.
Die Einsatzkräfte sollen Wehrunterlagen überprüfen. Ein Einwohner erklärte:
„Gesucht wurden vor allem Wehrpflichtige, die einer Vorladung nicht gefolgt waren.“
Gesprächspartner der Organisation „Idite Lesom“ berichten, Männer würden auf der Straße in Fahrzeuge gebracht und anschließend zur Unterzeichnung von Militärverträgen gedrängt. Außerdem sollen Kontrollen in öffentlichen Verkehrsmitteln stattfinden.
Varlamov News berichtet unter Berufung auf Augenzeugen, dass manche Männer direkt aus ihren Privatfahrzeugen geholt würden. Allein unterwegs befindliche Fußgänger sollen in Kleinbusse gesetzt und zu Wehrersatzämtern gebracht werden. Dort sei es nach Angaben von Betroffenen zu Misshandlungen gekommen.
Ein Zeuge schilderte:
„Etwa 20 Menschen wurden mitgenommen: einer ging Milch kaufen, ein anderer wurde am Müllcontainer aufgegriffen, jemand aus einem Traktor geholt, ein anderer beim Angeln. Sogar ein Hirte wurde von einem Feld mitgenommen. Sie greifen wahllos Leute auf und schlagen sie.“
In Kusnezk berichten Anwohner, einige Taxifahrer würden Männer statt an ihr Ziel direkt zur Polizei bringen. Dort sollen sie ebenfalls unter Druck gesetzt werden, einen Vertrag für den Kriegsdienst zu unterschreiben.
Am 20. Mai wurde der 25-jährige Andrej Schalimow aus Pensa nach Angaben seiner Ehefrau zu den Gerichtsvollziehern bestellt. Dort habe man ihm den Pass abgenommen und ihn zum Wehrersatzamt gebracht. Seine Frau behauptet, er sei dort geschlagen und zur Unterzeichnung eines Vertrages gezwungen worden.
In einem Sammelpunkt habe er 13 weitere Männer getroffen. Einer von ihnen sei nach Aussage von Zeugen unter Folter zum Vertragsabschluss gezwungen worden.
Vor etwa zwei Wochen berichtete eine weitere Einwohnerin von Pensa, ihr 61-jähriger Ehemann Stanislaw Wjalzyn sei in das Wehrersatzamt in der Skladskaja-Straße bestellt worden. Dort sei er nach ihren Angaben mit einer Plastiktüte erstickt worden, um ihn zur Unterzeichnung eines Vertrages zu zwingen.
In städtischen Chats kursieren außerdem Gerüchte, wonach die Sicherheitskräfte angeblich den Auftrag erhalten hätten, 1.500 Männer für den Krieg zu rekrutieren.
🔵 Wie reagieren die Einwohner?
Augenzeugen berichten gegenüber Journalisten von einer Atmosphäre der Angst.
„Alle telefonieren miteinander und warnen sich gegenseitig, ihre Männer nicht auf die Straße zu lassen. Vor meinen Augen rief eine Kassiererin in einem Einkaufszentrum einem jungen Mitarbeiter zu, er solle das Gebäude nicht verlassen und nicht zum Rauchen hinausgehen, weil draußen auf Männer gewartet werde“, zitiert „Govorit NeMoskva“ einen Anwohner.
1 month ago (edited) | [YT] | 74
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Russin In Deutschland
Russland ist ein armes Land mit einigen der größten Rohstoffvorkommen der Welt.
Und um das zu verstehen, muss man nicht auf Raketen, Militärparaden oder Karten von Ölfeldern schauen. Es reicht, einen Blick auf das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zu werfen.
Denn das ist der einfachste Indikator dafür, wie viel Wirtschaftsleistung auf einen einzelnen Menschen entfällt. Er zeigt nicht die Größe eines Landes oder die Menge seiner Ressourcen, sondern den Wohlstand seiner Bevölkerung.
Nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird Russland im Jahr 2026 beim BIP pro Kopf auf Platz 86 der Welt liegen - mit rund 18.500 US-Dollar pro Einwohner.
Zum Vergleich: der Durchschnitt der entwickelten Länder liegt bei etwa 70.000 US-Dollar. In den USA sind es rund 94.500 US-Dollar pro Kopf. Und in den wohlhabendsten Ländern der Welt liegt dieser Wert bei über 200.000 US-Dollar.
Wenn ein Land über riesige Vorkommen an Öl, Gas, Metallen und anderen Rohstoffen verfügt, sein BIP pro Kopf aber fünf- bis sechsmal niedriger ist als das der entwickelten Staaten, dann liegt das Problem offensichtlich nicht am Mangel an Reichtum.
Dann stellt sich eine naheliegende Frage: Wohin fließen die Einnahmen aus diesen Rohstoffen, und warum verwandelt sich der natürliche Reichtum des Landes nicht in Wohlstand für seine Bürger?
Deshalb ist die Aussage „ein rohstoffreiches Land“ ohne den zweiten Teil unvollständig.
Russland ist ein rohstoffreiches Land mit einer armen Bevölkerung - gemessen an den Maßstäben der entwickelten Welt.
Zum Vergleich: In Deutschland liegt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei rund 65.000 US-Dollar pro Jahr - und damit mehr als dreimal so hoch wie in Russland, obwohl Deutschland nicht über vergleichbare Vorkommen an Öl, Gas und anderen natürlichen Ressourcen verfügt.
2 months ago | [YT] | 77
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