Ich heiße Jasmin Kosubek und habe lange Jahre als Moderatorin und Produzentin der YouTube-Sendung "Der fehlende Part" gearbeitet. Anfang 2022 habe ich mit meinem eigenen YouTube-Projekt begonnen und freue mich über die Resonanz. Es ist ein Privileg, das, was ich liebe, mit euch zu teilen. Ich möchte mit interessanten Menschen über allerlei kuriose, spannende und auch kontroverse Themen sprechen. Ich möchte meinen und euren Horizont erweitern. Thematisch sollte für jeden etwas dabei sein.
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Jasmin Kosubek
Für mich war dieses Gespräch noch mal eine andere Liga und eine echte Herausforderung. Wir haben es schließlich mit „Deutschlands gefährlichstem Mann" zu tun. Ist er das?
Ich kann nur sagen: Er ist wirklich extrem gut mit Menschen. Und er hat Bock. Diese Stimmung zieht Leute an. Das ist erst mal meine Beobachtung.
Im Gespräch wollte ich natürlich auch auf die kritischen Punkte eingehen, und die haben viel mit dem AfD-Personal zu tun. Wo werden seine Grenzen überschritten? Welches Gedankengut ist in seinem unmittelbaren Umfeld unterwegs? Und wie geht er damit um, wenn man ihn damit konfrontiert?
Eine Prognose, wie die Wahl am 6. September ausgeht, kann ich nicht abgeben. Aber ich sehe, wie er die Menschen bewegt. Die einen haben Angst vor dem, was kommt. Die anderen stimmt es hoffnungsvoll.
Zu welchen gehörst du?
https://youtu.be/v2Yq0MF8xbM
3 days ago | [YT] | 4,118
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Jasmin Kosubek
Neues Interview ist online. Diesmal sitzt mir Franz Ulrich Göttlicher gegenüber – ein Maler, der als junger Mann drei Jahre lang fast nur Wehrmachtssoldaten und Aufmärsche gemalt hat. „Nazi-Bilder" haben die anderen gesagt. Er nennt sie Gefühlserbschaften.
Ich muss ehrlich sein: Das Gespräch, die Bilder – das war für mich etwas Besonderes. Ich spreche schließlich nicht so oft mit Künstlern, und ich wusste selbst nicht recht, wie ich das anfassen soll. Ich kann jedenfalls zugeben, dass mich die Bilder von Anfang an fasziniert haben. Somit hat er vollkommen recht, wenn er sagt, dass er die Faszination des Krieges malt. Ich bin fasziniert. Und ich frage mich: Was machen diese Bilder mit euch? Was ist eure erste Reaktion?
Franz sagt: „Der Opa wusste von nichts, der Vater wollte nichts wissen – und der Enkel macht einen Podcast drüber." Er erzählt von Scham, von einem dementen Großvater, der ihm zuflüsterte: „Leg den Stein zurück. Dafür sind andere schon erschossen worden." Und von dem Moment als Kind, als er spürte, wie sehr er sich wünschte, „dass Hitler doch irgendwas Gutes hinterlassen haben müsste".
Für mich ist dieses Gespräch absolut wichtig – vor allem in Bezug auf die deutsche Identität und Geschichtsaufarbeitung. Wir sind ganz offensichtlich an einem Punkt, wo bestimmte Dinge ungeklärt sind, und wir bewegen uns zwischen Idolisieren und Dämonisieren. Aber wo bleibt das Humanisieren in diesem Dreiklang? Das ist aus meiner Sicht eine Perspektive, die wir noch nicht ganz integriert haben. Das Gespräch mit Franz bedeutet mir sehr viel, ich schätze seinen Mut und seine Offenheit.
1 Std 43 – das ganze Gespräch ist jetzt auf dem Kanal. Schaut rein und sagt mir: Was löst es in euch aus?
https://youtu.be/a9UsUVLVZLw?si=1x0UD...
6 days ago (edited) | [YT] | 667
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Jasmin Kosubek
Mein Kanal steht auf einer Sperrliste. Zusammengestellt hat sie die linke Kampagnenorganisation Campact, verschickt an rund 90 Unternehmen, verbunden mit der Aufforderung, hier keine YouTube-Werbung mehr zu schalten.
Ich sage euch ehrlich, wie sich das anfühlt. Ich mache diesen Kanal seit fünf Jahren. Ich lebe davon. Und dann sitzt da eine Organisation, die nie mit mir gesprochen hat, schreibt meinen Namen in eine Tabelle, setzt daneben eine Einordnung und fordert Firmen auf, hier keine Werbung mehr zu schalten. Knapp 30 Unternehmen haben laut Campact bereits angekündigt, ihre Werbung anzupassen oder das zu prüfen. Das ist keine symbolische Geste. Das wirkt.
Und der Beleg? Ein Video. Ein Gespräch (mit Götz Kubitschek). Daraus wird mir Nähe zu Rechtsextremisten unterstellt. Auf diesem Kanal sitzen Linke, Liberale, Konservative, Rechte, Wissenschaftlerinnen, Betroffene. Menschen, deren Meinung ich teile, und viele, deren Meinung ich nicht teile. Ich habe daraus nie ein Geheimnis gemacht. Das ist keine Nachlässigkeit, das ist der Job. Wer aus fünf Jahren Arbeit ein Video herausgreift und daraus ein Urteil über alles andere ableitet, hat sich diesen Kanal nicht angesehen. Das ist intellektuell faul.
Kritisiert mich. Stellt meine Interviewgäste in Frage – auch meine Fragen. Ich halte das aus, das gehört zu diesem Beruf. Aber der Weg über die Anzeigenabteilung ist keine Kritik. Er beantwortet kein Argument, er versucht, die Existenz dessen zu erschüttern, der es vorbringt.
Und deshalb geht es hier nicht um mich. Heute trifft es 62 Kanäle, ausgewählt nach Kriterien, die niemand offenlegt. Von Menschen, die meinen, etwas Gutes zu tun.
Ich mache weiter. Ich rede weiter mit Menschen, deren Meinung ich nicht teile. Genau dafür ist dieser Kanal da. Dass ihr hier seid und mich schon so lange unterstützt, macht mich unabhängiger als jede Anzeigenbuchung. Dafür sage ich dankeschön!
Und wer meine Arbeit jetzt erst recht unterstützen möchte kann das gerne mit einer Spende tun. Lieben Dank!
Hier noch der PDF-Link zur Liste: www.welt.de/ig/5f414953-4f9a-49c4-9327-3c5d817d92b…
Und der Welt-Artikel (Bezahlschranke): www.welt.de/politik/deutschland/plus6a8c25276d71b4…
1 week ago (edited) | [YT] | 6,375
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Jasmin Kosubek
Neues Interview ist online – und es war eins der intensivsten, die ich geführt habe (1 Std 23 Min, bei gefühlten 40 Grad im Raum).
Mir gegenüber saß David Owusu: in Hamburg geboren, deutsche Mutter, ghanaischer Vater, erfolgreicher Immobilienunternehmer in München, gläubiger Christ. Ein Mann, der sagt: „Ich bin stolzer Deutscher" – und im selben Atemzug erzählt, dass er wöchentlich gefragt wird, woher er komme.
Wir haben über zwei Dinge gesprochen, die zunächst nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Zum einen sein tiefes Misstrauen gegenüber der Politik – „wir werden kontrolliert an die Wand gefahren", und seine Angst, sich als Unternehmer offen zu positionieren, weil es Kunden kosten könnte. Zum anderen das, was ihn im Alltag wirklich trifft: nicht der offene Beschimpfung, sondern das gut Gemeinte. „Von solchen brauchen wir mehr", sagt ein Kunde. „Sie können aber gut Deutsch", sagt der nächste. „Wieso muss ich mich in eine Gesellschaft integrieren, in die ich reingeboren wurde?", fragt er.
Ich habe ihm widersprochen, wo ich anders denke – gerade beim Thema Migration und Kultur. Genau das hat es wertvoll gemacht.
Seine Bitte an die Älteren unter uns: „Schreib mir das Deutschsein erstmal zu."
Meine Frage an euch: Wann habt ihr zuletzt jemanden gefragt „Woher kommst du?" – und was steckte für euch wirklich dahinter?
▶️ https://youtu.be/DRiCP1sO3ck
1 week ago | [YT] | 823
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Jasmin Kosubek
Heute lag ein Mahnbescheid vom Finanzamt in meinem Briefkasten – und zack, bin ich wieder voll auf der libertären Seite gelandet. Ich sehe die Probleme, wirklich. Aber so wie es gerade läuft, kann es nicht weitergehen. Steuern sind Raub - und der Raub in Deutschland ist massiv.
Passender hätte der Tag nicht sein können, denn in meinem neuen Interview sitzt mir jemand gegenüber, der genau das seit Jahren sagt: Philipp Bagus, Professor in Madrid, Hardliner der österreichischen Schule und persönlicher Bekannter von Javier Milei, den er sogar in Sachen Zentralbank beraten hat. Wir sprechen über zwei Dinge: was Milei in Argentinien wirklich getan hat, und was davon in Deutschland passieren würde.
Bagus macht keinen Hehl aus seiner Radikalität. „Steuern sind Raub", sagt er, und meint es moralisch, nicht rhetorisch. Die staatliche Rente sei ein „Kettenbrief", Gesundheit und Bildung „viel zu wichtig, um sie dem Staat zu überlassen". Der wahre Konflikt verlaufe nicht zwischen Arm und Reich, sondern zwischen „Politkaste und der hart arbeitenden Bevölkerung".
Und trotzdem – so sehr mich der Mahnbescheid heute auf seine Seite treibt – habe ich an den Stellen nachgebohrt, an denen es konkret wird: gekürzte Medikamente für Rentner, gestoppte Suppenküchen, 60.000 entlassene Staatsbedienstete. Immer wieder seine Antwort: „Was wäre die Alternative gewesen? Hyperinflation." Das Gespräch blieb fair, aber es hat einen wunden Punkt getroffen (Laufzeit ca. 1:25 h.)
Meine Frage an euch: Wo verläuft für euch die Grenze zwischen „der Staat macht uns abhängig" und „der Staat schützt die, die sich nicht selbst schützen können"?
▶️ https://youtu.be/JNSJT4A99OU
1 week ago | [YT] | 1,240
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Jasmin Kosubek
Sind Beziehungen nutzlos geworden?
Diese Frage lässt mich seit meinem neuen Interview nicht los. „Früher musste man in Beziehung sein, heute kann man" – sagt Emanuel Erk, einer der bekanntesten Beziehungscoaches im deutschsprachigen Raum. Beziehungen hätten ihre Notwendigkeit verloren. Und genau das, sagt er, mache sie zum größeren Geschenk: kein Zwang mehr, sondern eine bewusste Entscheidung.
Was als Gespräch über Dating und Ehe begann, wurde schnell persönlich. Erk erzählt von einem „ganz tiefen Gefühl von Alleinsein", das er seit seiner Kindheit kennt. Und Geburtstage früher ein Symbol dafür waren, ob seine Partnerin ihn wirklich liebt oder nicht.
Von da ging es weiter: über Ghosting („Ich wehre dich ab, bevor du mich abwehren kannst"), über 17 Millionen Menschen auf Dating-Apps, und darüber, warum so viele Ehen erst nach rund 15 Jahren zerbrechen, wenn das „Projekt Kinder" wegfällt. An einer Stelle habe ich bewusst nachgehakt: Wenn wirklich alles auf die frühe Kindheit zurückgeht – entlastet uns das nicht auch zu bequem von jeder Verantwortung im Hier und Jetzt? Erk widerspricht ruhig, und genau diese Ruhe macht das Gespräch aus.
Laufzeit gut 80 Minuten und ich sage: lohnt sich! 👉 https://youtu.be/cgGhSncumW4
Jetzt bin ich neugierig: An welcher Stelle in eurem Leben war der Beziehungsschmerz am größten: beim Kennenlernen, in der langen Beziehung, nach einer Trennung?
2 weeks ago | [YT] | 757
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Jasmin Kosubek
Neues Interview ist online – und ehrlich, es hat mich noch Tage beschäftigt. Alexander Teske und ich sind beide Medienschaffende, aber aus zwei völlig verschiedenen Welten: Er hat 21 Jahre für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gearbeitet, sechs davon bei der Tagesschau, wo er mitplante, welche Themen es abends in die Sendung schaffen. Ich komme von der anderen Seite.
Bis heute kann ich nicht fassen, wie die Öffentlich-Rechtlichen 2015 über die Migrationskrise berichtet haben. Und genau da trennen uns die Worte: Er nennt es „Weglassen des wesentlichen Teils der Wirklichkeit". Ich nenne es Lüge. Es wurde suggeriert, dass Frauen und Kinder kommen – gekommen sind Männer. Er ringt sichtbar mit dem Wort Lüge, ich nicht. Dieser Unterschied allein sagt schon viel über zwei Medienwelten.
Was mich danach am meisten beschäftigt hat, sind die leisen Sätze. „Es gab nicht einen Einzigen in der Redaktion, mit dem ich mich hätte austauschen können." Über Corona erzählt er, wie ein Thema mit dem Satz „Wir wollen die Impfmüdigkeit nicht erhöhen" liegen blieb. Und er macht es sich nicht leicht: „Jeder will zu den Guten gehören. Aber ich war nie ein Überzeugungstäter."
Er spricht auch über den Preis: verlorene Freundschaften, ein Messer in der S-Bahn, seine Schwerhörigkeit, sein neues Buch über die DDR-Wochenkinder. Und über Hoffnung – dass wir beide überhaupt an einem Tisch sitzen, wäre vor zwölf Jahren undenkbar gewesen.
Ich bin ehrlich neugierig: Wo erlebt ihr den Unterschied zwischen dem, was berichtet wird, und dem, was ihr selbst seht – und woran macht ihr das fest?
https://youtu.be/Rozb930K-Ws
2 weeks ago | [YT] | 1,253
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Jasmin Kosubek
Rollatorputsch. So heißt der Fall im Volksmund, und der Name ist gemacht, um ihn kleiner erscheinen zu lassen, als er ist. Dreieinhalb Jahre Untersuchungshaft sind kein Kabarett.
Dirk Sattelmaier verteidigt in Frankfurt Michael Fritsch, 64, früher Polizeikommissar. Der Prozess ist terminiert bis Anfang 2028 – dann wären es über fünf Jahre Haft ohne Urteil. Sattelmaier hält die Vorstellungen der Gruppe selbst für absurd, er sagt es im Gespräch mehrfach: eine Allianz aus einer Million Soldaten, teils mit Außerirdischen. Passiert ist nichts. Eine Gerichtsreporterin habe es so zusammengefasst: nicht mal eine Fensterscheibe eingeschlagen. Sein Streit vor Gericht geht deshalb nicht um Schuld. „Zu was wollen die denn noch verurteilen?" Es geht ihm um Verhältnismäßigkeit.
Dass er heute dort sitzt, hat mit ihm selbst zu tun. Bis 2020 war er nach eigenen Worten ein Schlafschaf: unauffälliger Anwalt, nie auf einer Demo, Rechtsstaat funktioniert schon. Dann wird er am Rand einer Demonstration festgenommen, Strafbefehl über 5.000 Euro. Die Beamten sagen vor Gericht aus, sie hätten ihn fast waagerecht tragen müssen. Es gibt ein Video. Freispruch – nur deshalb, sagt er.
Seitdem schaut er genauer hin, und was er beschreibt, sind nicht die Polizisten, sondern der Gerichtssaal. Urteile, in denen Richter freisprechen und die Meinung des Angeklagten trotzdem als „geschmacklos" markieren. Ein Staatsanwalt, der eine politische Haltung strafschärfend werten wollte. Und einmal, als Gegenbeispiel, ein Richter, der sagte: „In meinem Gerichtssaal bleibt die Gesinnung draußen." Seine Zeugnisnote für die Strafjustiz: 4+, versetzungsgefährdet.
1 Std 43 – das ganze Gespräch jetzt auf dem Kanal. Und dann sagt mir: Ab wann wird aus einem Staat, der sich wehrt, ein Staat, der übergriffig wird?
https://youtu.be/yYqS_58GmNs
3 weeks ago | [YT] | 1,323
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Jasmin Kosubek
Neues Interview ist online. Diesmal sitzt mir Susanne Wendel gegenüber – Sexcoach, Sexualwissenschaftlerin, Autorin von „Gesund gevögelt". Und sie ist ein Widerspruch, den ich mag: Sie geht auf Fetischpartys, nennt sich im selben Atemzug konservativ und sagt: „Ich bin ein Freund von gesundem Menschenverstand."
Wir sprechen über das, worüber die meisten Paare schweigen: dass der Sex nach Jahren einfach verschwindet. Wendel kennt die Muster. „Wenn der Sex passt, macht er 10 Prozent der Beziehung aus. Wenn er nicht passt, 90 Prozent." Ihre Botschaft ist trotzdem hoffnungsvoll – guter Sex kann zurückkommen, auch nach 30 Jahren.
Wir reden auch über ihr Reel, das viral ging und ihr den Vorwurf einbrachte, sie verharmlose Sex ohne Konsens. Ich hake nach, sie ordnet ein – und räumt an einer Stelle ehrlich ein, dass sie einen blinden Fleck haben könnte.
Am meisten hängengeblieben ist mir aber ihr ältester Klient: 94, hat mit Ende 80 zum ersten Mal richtig guten Sex erlebt. „Es ist nie zu spät."
1 Std 21 – das ganze Gespräch jetzt auf dem Kanal.
https://youtu.be/M6d7tz7k0Tk
3 weeks ago | [YT] | 463
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Jasmin Kosubek
Neues Interview ist online. Diesmal sitzt mir Sascha Matussek gegenüber – Steuerberater, und früher selbst beim Finanzamt. Sein Satz, der bei mir hängen geblieben ist: „Wer 45 % Steuern zahlt, ist blöd." Für mich ist das Thema hochemotional, also habe ich nachgehakt, ob das nicht einfach steile Provokation ist. Ist es nicht. Er zeigt konkret, wie aus 20.000 € Abschreibung 50.000 werden, wie die Firma statt Weihnachtsgeld eine Reise zahlen kann, wie manche am Ende bei 0 % landen. „Das ist mein Job, das zu tun", sagt er. „Ist das gerecht?", frage ich. „Weiß ich nicht", ist seine Antwort.
Genau diese Ehrlichkeit fand ich stark. Er verteidigt nicht blind, sondern kritisiert dasselbe System, das er nutzt: zu viele Ausnahmen, zu viel Lobbypolitik, ein Finanzamt, das aus seiner Sicht von einem „grundsätzlichen Misstrauen" gegenüber dem Bürger ausgeht. Er erzählt von einer Dönerbude, die 120.000 € nachzahlen sollte – wegen einer bloßen Behauptung eines Prüfers. Sein praktischster Tipp für uns alle ist dabei fast banal: fotografieren, fotografieren, fotografieren. Ein Ordner „Finanzamt", fünf Minuten im Monat.
1 Std 16 – das ganze Gespräch jetzt auf dem Kanal. Sagt mir: Wo endet für euch legale Gestaltung und wo fängt Ungerechtigkeit an? https://youtu.be/h1LJfU32fUc
1 month ago | [YT] | 782
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