Willkommen bei MR
Dieser Kanal zeigt Bilder, Kunst, Musik und echte Geschichten aus dem Leben. Ich verbinde persönliche Erinnerungen, künstlerische Motive und menschliche Themen. Manchmal aus dem Heute, manchmal aus der Vergangenheit.
Ein Teil meiner Beiträge ist geprägt von Erfahrungen aus der Familienpflege – nah, herausfordernd und zutiefst echt erlebt. Diese Perspektive fließt in vieles ein, was ich zeige oder erzähle. Sie hat meinen Blick auf das Leben, auf Verbindung und auf das, was zählt, nachhaltig verändert.
Ein Teil meiner Beiträge widmet sich auch einer meiner Familie – als Erinnerung, als Zeitdokument und aus Respekt vor dem gelebten Leben.
Alle gezeichneten Bilder, Videos und Inhalte stammen aus meinem persönlichen Archiv oder sind selbst erstellt. Weiterverwendung, Re-Upload oder Kopieren sind nicht gestattet.
Kommentieren ist willkommen. Wer möchte, darf gerne Fragen stellen oder eigene Gedanken teilen.
© 2025 MR
Maria Rodasi
Kein Zutritt für Freundlichkeit!
DAS GEHEIMNIS DER MENSCHLICHEN FREIHEIT LIEGT DARIN, DASS WIR AUS DEM ICH HERAUSTRETEN UND AN DIE TÜR DES DU KLOPFEN. 🗣️👥
— Albert Camus
Aufarbeitung statt Vergessen. 💀
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5 months ago (edited) | [YT] | 1
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Maria Rodasi
Lebenshunger
Alles da.
Nur niemand.
Und dann?
5 months ago (edited) | [YT] | 1
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Maria Rodasi
Durchlässig, aber nicht ausgeliefert
Ein psychodynamisches Bildsystem zwischen Einlass, Verarbeitung und Selbstkontakt
Dieses Bild entstand nicht zur Dekoration. Es ist kein Produkt ästhetischer Überlegung, sondern Ausdruck eines inneren Moments – eines Drangs, etwas zu entlassen, das kein anderes Ventil fand. Die Entstehung war intuitiv, unmittelbar, körpernah. Was hier sichtbar wird, war vorher unsichtbar: ein Zustand, der sich seinen eigenen Weg auf das Papier gebahnt hat – ungeplant, aber nicht zufällig.
Das DIN-A4-Bild besteht vollständig aus einer einzigen Farbe: einem dunklen, tiefen Acrylrot – dicht, satt, blutnah. Dieses Rot variiert nicht im Ton, sondern in der Dicke der Farbe. Dort, wo sie dünn aufgetragen ist, bleibt sie transparent, fast zart. Wo sie sich jedoch auftürmt – in den Streifen, Rundungen und Wülsten – wirkt sie wie geronnenes Blut, wie etwas, das aus dem Innersten kommt und sich schützend über die Oberfläche legt. Die Pinselstruktur zieht sich gleichmäßig diagonal von links oben nach rechts unten und schafft damit ein Fließen, ein inneres Gefälle.
Zwei dominante Farbrouten strukturieren das Bild: Ein senkrechter Streifen fließt von oben nach unten am linken Bildrand entlang. Er ist offen – oben nicht ganz abgeschlossen, unten eingebunden in eine waagerechte Linie, die sich von unten links nach unten rechts durchzieht. Diese beiden Farbbahnen – vertikal und horizontal – stehen in Beziehung zueinander: Der senkrechte Strom mündet unten in den Querkanal ein. Sie erinnern an Kanalsysteme, an Organstrukturen, vielleicht auch an Gefäßbahnen, die etwas transportieren, weitergeben, regulieren. Es ist eine Bewegung ohne Eile – aber mit Richtung.
Inmitten dieses strukturierten Flusses finden sich sechs organische Rundungen, kreisförmig, leicht ungleichmäßig, dennoch klar abgegrenzt. Sie sind weder völlig symmetrisch noch zufällig. Ihr Aufbau erinnert unweigerlich an Brustwarzen mit Vorhof – nicht im erotischen, sondern im archetypisch-bindenden Sinne: Orte des Kontakts, der Versorgung, der ersten Beziehung. Diese Formen sind miteinander verbunden, bilden eine Art Gitter oder Netz, das nicht nur symbolisch, sondern regelrecht körperlich wirkt. Sie erscheinen wie Kontaktstellen zwischen Innen und Außen, wie Rezeptoren oder Membranen.
Interessant ist die Raumaufteilung: Der linke untere Bildbereich ist durch die zwei ineinandergreifenden Farbströme geschlossen, gehalten, regelrecht „eingefasst“. Der rechte und obere Bereich des Bildes dagegen bleibt frei und offen – als Einladung, als nicht-definierter Raum, als Möglichkeit. Wenn man sich das Bild wie ein Gefäß vorstellt, könnte man sagen: Der linke Bereich hält, filtert, bündelt. Der rechte Bereich lässt los. Offenheit ohne Ausgeliefertsein. Struktur ohne Starre.
Das Bild spricht in seiner Gesamtkomposition eine starke symbolische Sprache: Es zeigt ein inneres System, das durchlässig ist, aber nicht schutzlos. Eine Art psychische Infrastruktur, die das, was von außen kommt, aufnehmen kann – aber nur soweit, wie es innen verarbeitet werden kann. Alles, was ankommt, wird geformt, abgeleitet, gehalten oder weitergegeben. Und alles, was zu viel wäre, darf abfließen. Dieses Bild ist keine Darstellung von Chaos oder Schmerz, sondern von Verarbeitungskompetenz.
Die Farbwahl spielt dabei eine zentrale Rolle. Dieses tiefe Blutrot, changierend je nach Dicke des Farbauftrags, ist ein Symbol für das, was zutiefst menschlich ist: Lebenskraft, Verwundbarkeit, Nähe, Bindung – aber auch Schmerz, Intimität, Introspektion. Es ist eine Farbe, die keine Leichtigkeit sucht, sondern Tiefe. Die aus der Körpererinnerung stammt, nicht aus dem Dekorativen. Dass sie in nur einer Nuance verwendet wurde, ist dabei kein Mangel an Vielfalt, sondern Ausdruck einer konzentrierten Empfindung. Es geht nicht um das Bunte, sondern um das Wahre. Die Unterschiede entstehen nicht durch äußere Kontraste, sondern durch Schichtung, durch das, was dichter oder dünner geworden ist – wie bei inneren Prozessen.
Diese monochrome Intensität und das reliefartige Spiel der Farbdicken lassen das Bild fast wie ein psychisches Organ erscheinen – pulsierend, atmend, steuernd. Es entscheidet selbst, was hineindarf. Es ist nicht wehrlos. Es ist nicht zerstört. Es ist durchlässig – aber nicht ausgeliefert.
Symbolische Zusammenfassung
Ein roter Fluss durchzieht das Bild wie ein inneres Adernsystem.
Er ist zugleich Öffnung und Grenze, Durchlass und Schutz.
Die sechs runden Formen – wie stumme Erinnerungen an frühe Versorgung –
zeigen Kontaktbereitschaft ohne Hilflosigkeit.
Was kommt, darf bleiben, solange es sich verwandeln lässt.
Das Bild ist eine Membran zwischen Innen und Außen,
gehalten von Kanälen, die empfangen, integrieren und abgeben.
Es erzählt von etwas sehr Altem – und etwas sehr Gegenwärtigem.
Fazit
Dieses Bild zeigt nicht nur, was war, sondern auch, was möglich ist:
Eine Form innerer Regulation, die sich selbst trägt.
Es beweist, dass auch ein einziger Ton – ein einziges Rot –
ausreichen kann, um eine ganze Welt zu formen.
Und dass Durchlässigkeit nicht mit Wehrlosigkeit gleichzusetzen ist,
sondern mit Lebendigkeit.
5 months ago | [YT] | 1
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Maria Rodasi
Persönlichkeitsentwicklung = Prokrastination !
5 months ago | [YT] | 1
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