Mein Name ist Sarah Maria Sander. Ich bin freie Journalistin und Filmemacherin, die aus und über Israel berichtet und sich für den jüdischen Staat einsetzt. Aufgewachsen in Deutschland, zu Hause in Berlin.
Alle Informationen zu mir und meiner bisherigen Arbeit in Israel findet ihr auf meiner Website: sarahmariasander.com
Kontakt: info@sarahmariasander.com
Sarah Maria Sander
Es war mir eine besondere Ehre, auf persönliche Einladung von Seiner Exzellenz Nasimi Aghayev, Botschafter der Republik Aserbaidschan in Deutschland, die künstlerische Gestaltung einer szenischen Lesung im Rahmen der Buchpräsentation „Der hohe Wert der Menschlichkeit“ des Schriftstellers Mir Dschälal zu übernehmen. Ich durfte das Ensemble zusammenstellen und gemeinsam mit wunderbaren Musikern eine literarisch-musikalische Interpretation entwickeln. Der Sammelband mit zwanzig Erzählungen des renommierten aserbaidschanischen Schriftstellers liegt erstmal in deutscher Übersetzung vor.
Die feierliche Präsentation fand am 27. November 2025 im Aserbaidschanischen Kulturzentrum in Berlin statt. Unter den Gästen befanden sich Mitglieder des Deutschen Bundestages, Diplomaten, Wissenschaftler sowie Vertreter der deutschen Kultur- und Literaturszene und jüdischen Gemeiden.
Diese Lesung war jedoch weit mehr als eine literarische Veranstaltung. Sie stand exemplarisch für das, wofür Aserbaidschan seit Jahrhunderten steht: ein muslimisch geprägtes Land, in dem jüdisches Leben tief verwurzelt ist und als selbstverständlicher Teil der Gesellschaft gelebt wird. Dieses Miteinander ist keine symbolische Geste, sondern Ausdruck eines kulturellen Selbstverständnisses, das auf Respekt, Verantwortung und Dialog beruht.
Für mich hatte dieser Abend auch eine zutiefst persönliche Dimension. Meine eigenen familiären Wurzeln väterlicherseits reichen nach Aserbaidschan. Umso bedeutungsvoller war es, an diesem Ort einen Dialog zwischen Kulturen, Religionen und Generationen mitzugestalten und sichtbar zu machen, dass friedliches Zusammenleben nicht nur möglich ist, sondern aktiv gelebt werden kann, wenn man sich bewusst dafür entscheidet. Auch zu Israel hält das Land gute Beziehungen. Gerade in einer Zeit wachsender Polarisierung erinnert uns ein solcher Abend daran, dass kulturelles Erbe und friedlicher Dialog nicht nur bewahrt, sondern als hohes demokratisches Gut verstanden und verteidigt werden müssen. 🇦🇿 🇩🇪
Mein besonderer Dank gilt der Botschaft für ihr Vertrauen und meinen wunderbaren Schauspiel-Kollegen Elisabeth Degen und Tamer Tahan, sowie den Musikern unter der Leitung von Tural Ismayilov.
1 month ago (edited) | [YT] | 1,831
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Sarah Maria Sander
Viele Juden leben seit dem 7. Oktober nicht einfach nur unter Stress. Sie spüren - verstärkt durch gesellschaftliche Reaktionen von Gleichgültigkeit über berufliche und soziale Ausgrenzung bis hin zu Relativierung der Geschehnisse und Dämonisierung Israels - die körperlichen Folgen einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung.
Komplexe PTBS entsteht, wenn Traumata wiederholt auftreten oder die Gewalt direkt die eigene Identität trifft. Der 7. Oktober war gezielte Gewalt gegen Juden, weil sie Juden sind. Solche identitätsbezogenen Traumata sitzen tief, wirken unmittelbar in Körper und Psyche und öffnen Wunden, die über Generationen hinweg weitergegeben wurden - besonders das Gefühl, in dieser Welt nicht sicher zu sein.
Juden weltweit spürten diese Erschütterung, selbst weit entfernt vom Ort des Angriffs. Wenn ein ganzes Volk betroffen ist, entsteht kollektives Trauma. Und dieses Trauma endete nicht an diesem Tag. Es setzt sich fort – oft unsichtbar für die Welt.
Dabei müsste es nicht zu einer schweren komplexen PTBS kommen. Doch viele Traumata werden erst durch das soziale und berufliche Umfeld ausgelöst oder vertieft: durch Antisemitismus (je subtiler und verschleierter, desto gefährlicher, weil Manipulation und Gaslighting das Selbstbild destabilisieren und eine Täter-Opfer-Umkehr begünstigen), durch allgegenwärtigen, offen gezeigten Israel-Hass, der in alle gesellschaftlichen Bereiche hineinwirkt, durch Ausgrenzung, Diskriminierung und Isolation im sozialen und beruflichen Umfeld.
All das wirkt wie ein permanenter Trigger und macht Heilung unendlich viel schwerer.
1 month ago | [YT] | 2,768
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Sarah Maria Sander
Vor einigen Wochen durfte ich an einem ganz besonderen Projekt mitwirken: dem Hörspiel „Auch wenn es dunkel ist“ von Sharon On und Dirk Laucke in Zusammenarbeit mit dem RBB Rundfunk Berlin-Brandenburg. Es erzählt von Menschen, die den 7. Oktober 2023 in Israel überlebt haben, von ihren Erfahrungen, Verlusten, Momenten der Angst, aber auch vom Versuch, weiterzuleben. Grundlage dafür sind Zeitzeugenberichte, Sprachnachrichten, Funksprüche und Interviews.
Ich bin sehr dankbar, dass ich als Schauspielerin Teil dieses Projekts sein durfte. Was Sharon gemeinsam mit Dirk auf die Beine gestellt hat, ist keine Nacherzählung, sondern ein eindringliches Hörspiel, das die Stimmen sprechen lässt, die sonst kaum gehört werden.
Die Arbeit daran hat mich tief bewegt, inhaltlich, aber auch menschlich. Ich bin Sharon sehr dankbar, nicht nur für die Zusammenarbeit, sondern auch dafür, sie kennengelernt zu haben und bereits zum dritten Mal mit ihr zusammen zu arbeiten. Sie ist eine beeindruckende, mutige Frau und Kunstschaffende, die mit ihrer Arbeit klar Position bezieht - gegen Hass, gegen Antisemitismus und gegen das Schweigen.
Erstausstrahlung: 05.10.2025 um 16:03 Uhr
06.10.2025 um 19:00 Uhr
📻 Auf radio3 und in der ARD Audiothek (als Stream und Download verfügbar)
Foto Credit: Thomas Ernst
3 months ago (edited) | [YT] | 1,667
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Sarah Maria Sander
Liebe Freunde,
ich hatte vor wenigen Tagen einen schweren Unfall und war mehrere Tage im Krankenhaus. Es wird alles gut - mein Körper wird heilen -, doch im Moment zwingt mich das Leben, anzuhalten. In diesen Tagen lerne ich neu, was Schmerz ist, was man aushalten kann und wie zerbrechlich wir Menschen sind, auch wenn wir das nur ungern zugeben. Gesundheit und Leben sind so kostbar.
Vielleicht war es kein Zufall, dass das ausgerechnet zu Rosch HaSchana geschehen ist - an der Schwelle zum neuen Jahr, kurz vor Jom Kippur. Vielleicht war es ein notwendiges Signal zum Innehalten, das ich zu lange überhört habe. Mein Körper hat Zeichen gesetzt, meine Seele ebenso - vielleicht musste etwas passieren, das mich wirklich stoppt.
Ich danke allen, die mir ihre Hilfe angeboten haben. Ich empfinde tiefe Dankbarkeit für all die Liebe, die mir entgegengebracht wird, und für all das, was nicht selbstverständlich ist. Gerade weil ich mich verletzlich fühle, wächst in mir die Entschlossenheit, das, woran ich glaube, weiterzuführen - langsamer als gewohnt, aber mit ungebrochener Überzeugung. Die Heilung wird Zeit brauchen, aber ich werde mein Bestes geben.
Allen jüdischen Freunden sowie ihren Familien wünsche ich von Herzen ein gesundes neues Jahr, einen stillen, bedeutungsvollen Jom Kippur, ein leichtes Fasten und einen guten Eintrag ins Buch des Lebens. In diesem Jahr hat Jom Kippur für viele eine besonders tiefe Bedeutung. Meine Gedanken sind bei den Geiseln, die auch nach zwei Jahren noch immer von der Hamas in Gaza festgehalten werden und bei ihren Angehörigen, die erschöpft auf ihre Rückkehr warten und unermüdlich kämpfen.
Mögen die Geiseln endlich nach Hause zurückkehren und von den Qualen erlöst werden, die sie in der Hölle von Gaza durchleiden mussten. Mögen auch die Körper derjenigen, die ermordet wurden und noch immer zurückgehalten werden, endlich nach Israel gebracht werden, damit ihre Familien Abschied nehmen und Frieden finden können.
Möge ganz Israel in diesem Jahr zur Ruhe kommen - zwischen Terrorakten, Sirenen, Raketen, politischer Spaltung und einem Krieg, der die Gesellschaft schwer belastet.Mögen die Soldaten, die täglich ihr Leben für die Sicherheit ihres Landes, ihrer Familien und Kinder riskieren, wohlbehalten und sicher zurückkehren. Mögen die Familien der Geiseln, ebenso wie all jene, die ihre Liebsten verloren haben und unermesslichen Schmerz, Verlust und Leid erfahren mussten, endlich Frieden finden.
Mögen wir dem Hass und der Ignoranz mit Würde, Klarheit und innerer Stärke begegnen. Möge es uns allen gelingen, einander mit mehr Mitgefühl, Geduld, Verständnis und der Kraft zur Vergebung zu begegnen. Mögen jene Kräfte, die spalten, hetzen und entmenschlichen, verstummen. Möge es uns gelingen, für das einzustehen, was gut, wahr und richtig ist - ohne unseren moralischen Kompass zu verlieren, selbst in diesen dunklen und verwirrenden Zeiten.
Möge dieses neue Jahr Frieden, Gerechtigkeit und Trost bringen und die Befreiung derer, die das Unvorstellbare überleben mussten.
G’mar Chatima Tova!
Am Israel chai.
Eure Sarah.
3 months ago | [YT] | 2,981
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Sarah Maria Sander
Die kaltblütige Ermordung von Charlie Kirk in den USA ist markerschütternd - für jede demokratische Gesellschaft, für unser Verständnis von Meinungsfreiheit und für das, was wir als zivilisatorische Errungenschaft zu bewahren glaubten. Unsere Gegenwart ist geprägt von einem schleichenden Verlust moralischer Orientierung. Eine Zeit, in der Teile einer jungen Generation in einer vermeintlich freien, aufgeklärten Welt es als legitim empfinden, einen 31-jährigen Familienvater mitten auf einer öffentlichen Universitätsveranstaltung zu erschießen, nur weil seine politischen Ansichten nicht in ihr Weltbild passen.
Es ist ein gefährliches Muster, das sich zunehmend abzeichnet und dennoch von vielen übersehen wird: Eine (links)radikale Ideologie, die sich als moralisch überlegen inszeniert, gewinnt in westlichen Gesellschaften an Einfluss. Sie arbeitet sich strategisch in zentrale Institutionen vor - Universitäten, Medien, soziale Netzwerke - getragen von Aktivisten, Influencern und Meinungsmachern, die jede Abweichung vom ideologischen Konsens bekämpfen.
Was einst als Kampf für Gerechtigkeit begann, ist längst in etwas anderes umgeschlagen: in eine Haltung, die Widerspruch nicht mehr erträgt und Andersdenkende nicht mehr als Teil des Diskurses betrachtet, sondern als Bedrohung. Das ist der Nährboden für eine neue Form politisch motivierter Gewalt: eine, die nicht am Rand, sondern im Zentrum der Gesellschaft entsteht.
Wenn eine Gesellschaft es zulässt, dass abweichende Meinungen mit Einschüchterung, Zensur oder gar Gewalt beantwortet werden, verliert sie nicht nur den demokratischen Diskurs - sie verliert ihre Legitimität als offene Gesellschaft. Und wenn wir diese Entwicklung weiterhin relativieren, müssen wir uns nicht wundern, wenn Worte irgendwann durch Taten ersetzt werden. Taten wie die, die Charlie Kirk das Leben gekostet haben.
Wir erleben eine zutiefst demokratieschädliche Entwicklung - nicht nur in den USA, sondern auch hier bei uns, insbesondere in Deutschland. Der Begriff „rechtsextrem“ wird inflationär genutzt, um jede noch so kleine Abweichung von der moralisch gesetzten Norm zu diffamieren. Doch was diese „Norm“ ist, wird zunehmend autoritär von einer woken Bewegung bestimmt, die sich selbst als tolerant und fortschrittlich begreift und dabei genau das Gegenteil praktiziert. Diese Entwicklung führt zur völligen moralischen Verrohung: zur Dämonisierung Andersdenkender, zur gesellschaftlichen Ächtung, und in letzter Konsequenz - wie nun geschehen - zur Ermordung.
Demokratie aber lebt vom Aushalten. Vom Streit. Von Debatten, von Meinungsvielfalt, von Dissens – selbst populistische Positionen müssen in einer freien Gesellschaft gesagt, gehört und kritisiert werden dürfen. Die Ermordung von Charlie Kirk markiert einen zivilisatorischen Tiefpunkt. Die Reaktionen vieler Kritiker - von kaltem Zynismus bis hin zu offener Schadenfreude - machen das Ausmaß der Spaltung nur noch deutlicher. Und sie senden ein gefährliches Signal an mögliche Nachahmer.
Charlie Kirk hat stets den Dialog gesucht, gerade mit jenen, die ihm politisch am fernsten standen. Diese Tat ist ein Angriff auf alle, die sich in der Öffentlichkeit für ihre Überzeugungen einsetzen. Was in den USA geschieht, ist ein Mahnmal für uns in Europa. Wir müssen erkennen, wie weit sich eine Generation bereits entfernt hat von Respekt, Rechtsstaat und demokratischer Streitkultur. Was sich in gewaltbereiten Demonstrationen, Universitätsbesetzungen und einer enthemmten Sprache gegenüber Polizei und Institutionen ausdrückt, ist längst mehr als nur Unmut, es ist gefährlich.
Meine Anteilnahme gilt der Familie von Charlie Kirk, seiner Frau, seinen Kindern. Und meine tiefe Sorge gilt unserer Gesellschaft. Wir müssen zurückfinden zu einer Kultur des Streits, in der das Wort mehr gilt als die Waffe und in der der Diskurs wieder wichtiger wird als die ideologische Front.
3 months ago | [YT] | 3,784
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Sarah Maria Sander
Es war mir eine große Ehre, heute in Berlin zu einem persönlichen Gespräch in die israelische Botschaft eingeladen worden zu sein. Mein herzlicher Dank gilt der Botschaft sowie Seiner Exzellenz Ron Prosor für die Einladung und den offenen und sehr wertvollen Austausch. Das Treffen war für mich persönlich wie beruflich von besonderer Bedeutung.
4 months ago | [YT] | 3,324
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Sarah Maria Sander
Heute durfte ich in der Jüdischen Gemeinde Halle an einem wichtigen Treffen mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt teilnehmen. Dass er seine Sommerreise bewusst hier begonnen hat, war ein starkes Zeichen.
Wir sprachen über die Nachwirkungen des Anschlags vom 9. Oktober 2019 und über die Realität jüdischen Lebens seit dem 7. Oktober 2023. Er fand klare Worte und zeigten Haltung glaubwürdig und aufrichtig. Dass er mehrfach selbst in Israel war, im Kibbuz Be’eri direkt nach dem Terrorangriff und in Bat Yam nach dem Krieg gegen das iranische Regime, zeigt, dass seine Solidarität nicht nur symbolisch ist. Ich wünsche mir mehr Zeit für solche Gespräche und mehr Kolleginnen und Kollegen in der Union, die seinem Beispiel folgen. Denn die jüngsten Äußerungen von Bundeskanzler Merz zum Waffenembargo reißen Gräben auf, die Vertrauen zerstören.
In Zeiten wie diesen sind Haltung und moralische Klarheit unverzichtbar. Staatsräson und „Nie wieder!“ müssen mit Leben gefüllt werden. Gerade jetzt, wo der Diskurs über Israel oft geprägt ist von fataler Naivität, Opportunismus, moralischer Unsicherheit und gefährlicher Täter-Opfer-Umkehr. Zu lange wurden Hamas-Narrative ungeprüft übernommen. Wir müssen lernen, zu differenzieren, zu analysieren und dem Druck von Emotionalisierung und Radikalisierung standzuhalten. Jüdisches Leben hat nur dann eine Zukunft in Deutschland, wenn wir verstehen, dass der Hass auf Israel untrennbar verbunden ist mit dem Hass auf Juden hier. Und: Antisemitismus ist heute nicht mehr zu bekämpfen, ohne die Folgen des 7. Oktobers mitzudenken.
Wir müssen auf politischer und diplomatischer Ebene alles tun, um den Druck auf die Hamas zu erhöhen, damit die Geiseln, vor allem die deutschen Staatsbürger, endlich befreit werden. Damit dieser Krieg enden kann. Und wir müssen verstehen lernen, dass der Kampf, den Israel gegen den Terror und für die Befreiung der Geiseln führt, auch ein Kampf um Werte und Freiheit ist. Dieser Terror betrifft uns alle. Wer sich heute abwendet von Israel, gefährdet auch die Grundlagen unserer eigenen Demokratie.
(Foto: BMI / Henning Schacht)
4 months ago | [YT] | 1,746
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Sarah Maria Sander
Lieber Ariel, heute wäre dein sechster Geburtstag gewesen. Eine ganze Nation kann noch immer nicht fassen, dass du, diese kleine Sonne mit den leuchtend roten Haaren, nicht mehr da bist. Dein Strahlen hat Menschen verzaubert - sogar jene, die dich nur von Geisel-Fotos kannten. Wie sehr wünschte ich, wir hätten dich mit unseren eigenen Händen aus der Hölle von Gaza herausholen können. Was hätten wir nicht alles dafür gegeben.
Als ich erfuhr, dass du, dein kleiner Bruder Kfir und eure Mama Shiri tot seid, brach in mir alles zusammen. Auch die Hoffnung und Kraft, die ich seit dem 7. Oktober versucht hatte, aufrechtzuerhalten. Ich wollte nicht mehr weitermachen - wenn du und Kfir nicht mehr weiterleben durftet. Bis heute liegt ein Schmerz auf mir, den Worte kaum fassen können. Dass die Welt euch nicht retten konnte, dass man nur noch eure kleinen Körper zurückbringen konnte - das ist ein Versagen, das schmerzt bis ins Mark.
Aber heute ist dein Geburtstag. Und du hättest ihn bestimmt lachend verbracht - mit deinem Hund, mit Kfir, mit deinen Eltern, vielleicht in deinem Batman-Kostüm, zu Hause in Israel. Und deshalb wollen auch wir heute versuchen, dich zu feiern – nicht nur traurig zu sein. Denn an Geburtstagen ist man nicht traurig. Ich denke an dich - ja, zwar mit Tränen in den Augen. Aber beim Anblick deines Fotos muss ich auch lächeln. Was für ein wunderschönes Kind du warst.
Pass bitte gut auf deinen Papa Yarden auf. Er ist jetzt ganz allein. Er hat die Hölle überlebt und muss nun irgendwie weiteratmen - ohne euch alle. Pass auch auf uns auf, lieber kleiner Ariel und hülle unsere Köpfe und Herzen in das Licht, das du in die Welt getragen hast.
🧡
In ewiger Erinnerung an die Familie Bibas aus Kibbuz Nir Oz - am 7. Oktober 2023 entführt, als Geiseln gehalten und schließlich ermordet von palästinensischen Terroristen in Gaza.
5 months ago | [YT] | 3,923
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Sarah Maria Sander
Während alle Augen nach Gaza blicken,
während sich Menschen emotionalisieren lassen von einer Hungerkatastrophe, die die Hamas strategisch auf Social Media inszeniert, während in der Tagesschau diskutiert wird, warum nach Johann Wadephuls Israel-Besuch keine Sanktionen gegen Israel verhängt werden,
während die Linkspartei in Berlin palästinensische Flaggen am Rathaus hissen will, während die SPD über ein Papier zur Anerkennung eines palästinensischen Staates debattiert, während heute, am 2. August 2025, in Berlin eine Gruppe von Demonstranten den 7. Oktober als „Sieg“ gefeiert hat –
veröffentlicht die Hamas, gemeinsam mit dem Islamischen Dschihad, ein Video von zwei jungen Männern, die in Gaza an Hunger sterben.
An echtem, systematisch zugefügtem Hunger.
In diesem Augenblick sterben zwei junge jüdische Männer - langsam, vor laufender Kamera. Ihre Namen: Evyatar David und Rom Braslavski. Ihre „Verbrechen“: Sie waren Juden auf einem Musikfestival.
Evyatar sieht aus wie ein Skelett,
gezwungen, sein eigenes Grab zu schaufeln. Rom Braslavski – deutscher Staatsbürger – bis zur Unkenntlichkeit abgemagert. Seit fast zwei Jahren in den Tunneln der Hamas gefangen. Gefoltert. Misshandelt. Entmenschlicht.
Und hier? In Deutschland kennt kaum jemand ihre Namen.
Denn offenbar bedeutet die deutsche Staatsbürgerschaft nichts, wenn man jüdisch ist und von islamistischen Terroristen entführt wurde – von einer Organisation, deren erklärtes Ziel die Vernichtung aller Juden ist. Eine Organisation, die ihre Verbrechen nicht einmal verbirgt, sondern stolz dokumentiert.
Die gezielt Folterfilme veröffentlicht –
in einer Welt, die bereitwillig wegsieht.
In einer Welt, in der Israel angeklagt wird,
während die Hamas mit jedem Bild, jedem Video, jeder Lüge davonkommt.
Es ist leicht geworden für die Hamas.
Sie muss nichts mehr verstecken.
Ihre Grausamkeit ist öffentlich.
Ihre Verachtung für das Leben auch.
In einem der Videos reicht ein Hamas-Terrorist Evyatar eine Dose Essen. Nur für einen Moment sieht man beide Arme nebeneinander: Der Arm des Entführers ist kräftig, wohlgenährt.
Der Arm des Entführten ist knochig, spitz.
Wer also verhungert in Gaza?
Hamas nutzt den Hunger als Waffe - gegen die eigenen Leute und gegen ihre Geiseln.
Ich denke in diesen Momenten nur an die Familien von Evyatar und Rom.
An die Mütter und Väter, die Tag für Tag mit ansehen müssen, wie ihre Kinder gefoltert, entmenschlicht, öffentlich zur Schau gestellt werden und die Welt sie ignoriert. Wie kann man diesen Schmerz in Worte fassen?
Wir sprechen über Gaza.
Aber nicht über Rom.
Nicht über Evyatar.
Wir akzeptieren Terrorpropaganda als Informationsquelle
Wir sprechen über „Zweistaatenlösungen“ - während Menschen in Tunneln psychisch und körperlich zerbrochen werden.
Der 7. Oktober war ein Test.
Das Vergessen der Geiseln ist ein noch größerer.
Und wir - die sogenannte freie Welt -
sind dabei, ihn zu bestehen.
Nicht mit Würde.
Sondern mit einem erbärmlichen Totalversagen an Menschlichkeit und Moral.
Kol ha-kavod, Europa.
5 months ago | [YT] | 3,553
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Sarah Maria Sander
Ich bete in diesen Stunden für die Sicherheit der Menschen in Israel und für die Freiheit der Menschen im Iran.
Diese beiden Völker wurden nie durch einen Krieg entzweit, sondern durch ein Regime, das Spaltung braucht, um zu überleben. Iraner und Juden teilen eine jahrtausendealte Geschichte, geprägt von Respekt und Verbundenheit, nicht von Hass.
Ich habe die Proteste in Iran verfolgt, habe um die Toten getrauert, mit iranischen Freunden gesprochen, die trotz Gefahr und Verfolgung nicht schweigen. Sie kämpfen weiter – für sich, für ihre Familien, für ein anderes Land. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als zu erleben, wie sie eines Tages in Freiheit leben – in einem Iran ohne Folter, ohne Angst, ohne Zensur.
#Israel #Iran
6 months ago | [YT] | 2,508
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