Mein Name ist Sarah Maria Sander. Ich bin Journalistin und Filmemacherin, die aus und über Israel berichtet und sich für den jüdischen Staat einsetzt. Aufgewachsen in Deutschland, zu Hause in Berlin.
Antisemitismus im Gesundheitswesen – ich suche Betroffene und Hinweise.
Ich recherchiere derzeit zu möglichen antisemitischen Vorfällen im deutschen Gesundheitswesen.
Habt ihr als jüdische Patienten in Krankenhäusern, Arztpraxen oder anderen medizinischen Einrichtungen Antisemitismus erlebt? Gab es diskriminierende Äußerungen, unangemessenes Verhalten oder Situationen, in denen ihr euch aufgrund eurer jüdischen Identität unsicher gefühlt habt?
Mich interessieren auch eure Ängste, Sorgen und Zweifel im Umgang mit medizinischem Personal sowie Beobachtungen von Angehörigen oder Mitarbeitern. Und wie sich dieses empfinden seit dem 7. Oktober 2023 verändert hat.
Bitte meldet euch bei mir per Direktnachricht oder an hinweise@sarahmariasander.com
Alle Hinweise werden vertraulich behandelt. Auf Wunsch auch anonym. Ich freue mich, wenn ihr diesen Aufruf teilt, damit möglichst viele Betroffene erreicht werden.
Der Tag wird zu Ende gehen. Morgen ist der 8. Oktober.
Nach dem 8. Oktober wird der 9., der 10. folgen. Menschen werden vergessen, verdrängen; die Bilder werden verblassen. Man muss weiterleben. Man muss. Und doch bleibt die Frage: Wie?
Ich weiß nicht, warum sich der dritte Jahrestag erdrückender anfühlt. Vielleicht, weil man vorher funktionieren musste.
2024 war ich am ersten Jahrestag in evakuierten Gebieten im Norden, an der Grenze zum Libanon, während die Sirenen schrillten und über uns Raketen der Hisbollah pfiffen. Keine Zeit nachzudenken. Nur das Jetzt. Nur überleben.
2025 war es der Kampf um jede Stunde, denn jede Stunde konnte in Geiselhaft ein Leben kosten. Keine Zeit, innezuhalten.
Aber jetzt. Heute. Dieser Raum, der plötzlich da ist, überfährt mich. Er würgt.
Und es ist nicht einmal nur das Grauen, das der Verstand gar nicht greifen kann, ohne zu brechen. Nicht nur das blutrünstige Morden. Nicht die Erinnerungen und Bilder, die sich ins Gedächtnis gekerbt haben. Es ist die Gleichgültigkeit der Mitmenschen auf der Straße. Es ist eine Berichterstattung, die es nicht schafft, den Toten und den Überlebenden auch nur an einem einzigen Tag die Würde zu geben, die sie verdienen. Einen einzigen Tag, an dem ihr Leid nicht für die eigene politische Agenda und moralische Selbstüberhöhung benutzt wird.
Ich kann seit drei Jahren nicht zur Ruhe finden. Und heute ganz besonders nicht. Weil es keine Ruhe gibt.
Ich denke an die Seelen, die auf dem Nova-Gelände so rücksichtslos, so sinnlos, so unvorbereitet aus ihren Körpern gerissen wurden. Als müssten sie noch immer dort umherwandern, verloren, unfähig zu begreifen, was geschehen ist. Ich denke an die Kinder, deren Kindheit so abrupt endete. An die Schreie. An das Feuer, das ganze Familien verbrannte. An die manischen, diabolischen „Allahu Akbar“-Rufe. An den Blick von Shiri Bibas, wie sie ihre Kinder fest an sich presst. Diese Angst. An dieses sinnlose Sterben von Menschen mitten im Leben. Schmerz, der in kein Wort passt.
Man wird weiterleben. Und auf die Frage „Wie?“ wird man jeden Tag aufs Neue eine Antwort finden.
Heute Abend beginnt Jom Kippur, der höchste Feiertag im Judentum. Er beginnt mit Sonnenuntergang und endet morgen Abend.
Jom Kippur ist der Tag der Umkehr, der Versöhnung und der ehrlichen Selbstprüfung. Viele Jüdinnen und Juden fasten, beten und fragen sich:
Wo habe ich anderen Unrecht getan? Was kann ich wiedergutmachen? Wie kann ich im kommenden Jahr besser handeln?
In diesen Tagen wird auch vom „Buch des Lebens“ gesprochen. An Rosch ha-Schana, dem jüdischen Neujahr, wird das Buch des Lebens geöffnet; an Jom Kippur wird das Urteil für das kommende Jahr besiegelt. Deshalb wünschen sich Jüdinnen und Juden:
Möge ich in das Buch des Lebens eingeschrieben und zum Guten besiegelt werden.
Gemeint ist dabei nicht nur der Wunsch nach einem langen Leben. Es ist auch der Wunsch nach Verantwortung – nach einem Leben, das anderen zum Guten dient.
Wie tief dieser Tag in der jüdischen Geschichte verwurzelt ist, zeigen auch Zeugnisse aus der NS-Zeit. Jüdisches Leben wurde verfolgt, Gebet verboten, Hunger und Gewalt waren Alltag. Und dennoch versuchten Menschen in Ghettos und Lagern, Jom Kippur zu ehren: Sie flüsterten Gebete und fasteten, obwohl bitterer Hunger ihren Alltag bestimmte.
Für viele war dieser Tag ein stilles Zeichen von Würde:
Ihr könnt uns vieles nehmen – aber nicht die Erinnerung daran, wer wir sind.
Auch aus der Gegenwart gibt es Berichte, die zeigen, welche Kraft Jom Kippur für Jüdinnen und Juden haben kann. Der ehemalige israelische Geisel Eitan Horn berichtete nach seiner Freilassung aus der Hamas-Geiselhaft in Gaza, dass er dort zum ersten Mal in seinem Leben an Jom Kippur gefastet habe – trotz schwerster Entbehrungen.
Jom Kippur trägt die Erinnerung an die eigene Herkunft, an frühere Generationen und an verlorene Familien in sich.
Gerade weil jüdische Identität über Jahrhunderte verfolgt, verdrängt und ausgelöscht werden sollte, kann dieser Tag auch ein stilles Bekenntnis sein:
Wir sind da. Wir erinnern uns. Wir tragen Verantwortung füreinander. Und wir geben unsere Identität nicht auf.
Mögen wir alle zum Guten ins Buch des Lebens eingeschrieben und besiegelt werden.
Zum neuen jüdischen Jahr 5787 wünschen wir allen ein Jahr voller Gesundheit, Frieden, Verbundenheit und gegenseitigem Verständnis.
Unser Wunsch für dieses Jahr ist auch ganz persönlich: Möge das Wegsehen bei Judenhass und der Hass auf Israel endlich aufhören und der Judenhass aus unserer Gesellschaft verschwinden.
Wir wünschen uns eine Gesellschaft, in der Juden sicher und selbstverständlich leben können, ohne Angst, ohne Ausgrenzung und ohne sich ständig fragen zu müssen, ob sie bleiben können.
Möge 5787 ein Jahr des Zusammenhalts, der Menschlichkeit und des Mutes sein – und ein Jahr, in dem wir nicht wegsehen, wenn Juden angefeindet werden.
Der großartige und im wahrsten Sinne des Wortes einzigartige Henryk M. Broder - denn einen Menschen wie ihn gibt es kein zweites Mal - ist 80 Jahre alt geworden.
Es ist eine große Ehre für mich, mit ihm befreundet zu sein. Ein gemeinsames Foto haben wir bisher tatsächlich immer wieder vergessen zu machen - noch! -, aber das dritte Bild in diesem Post zeigt dafür eines meiner absoluten Lieblingsfotos von Alon und mir, aufgenommen vom legendären Herr Broder höchstpersönlich.
Und im letzten Bild: Broder bei WELT TV, wo er über mich gesprochen hat - ein Moment, der mir sehr viel bedeutet.
Auf 120 Jahre und darauf, dass uns dieser unverwechselbare Geist, dieser Kopf, dieser Witz und diese Klarheit noch sehr, sehr lange erhalten bleiben. Unsere Gespräche und der Austausch mit ihm haben mich immer wieder inspiriert und mich ganz wesentlich darin bestärkt, selbst den Weg des Journalismus zu gehen. Mazal Tov, lieber Herr Broder!
1. Foto: Aufgenommen von Abisag Tüllmann, 1989
2. Foto: Aufgenommen von Marco Limberg Jüdische Allgemeine
Antonio Guterres verurteilt Israels gestrige Angriffe auf Beirut scharf in einem neuen Tweet auf der Plattform X, fordert „größtmögliche Zurückhaltung“ und warnt ausgerechnet jetzt vor Folgen für Weltwirtschaft und Diplomatie.
Was für eine Doppelmoral.
Wer Eskalation erst bei Israels Verteidigung erkennt, bringt keinen Frieden. Er belohnt Terror. Die Botschaft an Hamas, Hisbollah und die Ayatollahs lautet: Greift Israel an. Die Empörung beginnt erst, wenn Israel zurückschlägt.
Wo war diese moralische Dringlichkeit, als das islamische Regime seine eigenen Menschen ermordet, gefoltert, vergewaltigt und hingerichtet hat?
Wo war sie am 7. Oktober?
Wo war sie, als israelische Geiseln nach Gaza verschleppt wurden?
Wo ist sie, wenn Terror-Proxys seit Monaten Raketen auf israelische Zivilisten feuern?
Guterres hat die Opfer des 7. Oktober im Stich gelassen. Er hat die Geiseln im Stich gelassen. Er hat die Menschen im Iran im Stich gelassen, die von diesem Regime brutal unterdrückt, gefoltert, vergewaltigt und hingerichtet werden.
Und ausgerechnet er belehrt Israel jetzt über „Zurückhaltung"?
Die Organisation, der er vorsteht, wirkt längst weniger wie eine Friedensorganisation und immer mehr wie eine PR-Abteilung für Islamisten, Terroristen und ihre Propaganda.
Vor einigen Tagen hatten Alon David und ich die große Ehre, im Präsidentenhaus in Jerusalem den Präsidenten Israels, Isaac Herzog, und die First Lady, Michal Herzog, zu treffen.
Wir wurden aufgrund unserer Arbeit seit dem 7. Oktober eingeladen - unserer Aufklärungsarbeit über Israel, Antisemitismus und die Realität dieses Krieges für ein deutsches Publikum.
Für mich persönlich war dieses Treffen einer der bewegendsten Momente auf diesem Weg. Nicht nur wegen der Einladung selbst, sondern wegen der unglaublichen Wärme, Menschlichkeit und Wertschätzung, die uns entgegengebracht wurde. Es hat mich tief beeindruckt zu erleben, wie nah der Präsident und die First Lady ihrem Volk sind, wie sehr sie zuhören und wie sehr sie sich als Teil einer großen israelischen Familie verstehen.
Besonders dankbar bin ich, diesen Moment mit Alon teilen zu dürfen. Seit Beginn begleitet er mich auf diesem Weg, unterstützt mich, öffnet Türen und hilft mir, Israel und seine Menschen besser zu verstehen.
Ich habe Michal Herzog gesagt, dass wir unsere Arbeit fortsetzen werden: die Geschichten der Menschen sichtbar zu machen, die in Deutschland oft nicht gehört werden, gegen Hass, Desinformation und Propaganda aufzustehen und dort aufzuklären, wo andere wegsehen.
Diese Wertschätzung gilt nicht nur uns. Sie gilt auch all den Menschen in Deutschland und Europa, die sich trotz Gegenwind für Wahrheit, Solidarität und gegen Antisemitismus einsetzen.
Was für ein wunderschöner Abend dieses Konzert in Berlin im April war. Danke an alle, die damals gekommen sind. ❤️
Diese jiddischen Lieder zum Leben zu erwecken und den Geschichten und Menschen, die sie einst geschrieben haben, wieder eine Stimme zu geben, ist für mich ein großes Geschenk. Etwas, dem ich mit viel Demut, Dankbarkeit und Respekt begegne.
Mein größter Dank gilt natürlich @MarchofLife (Für alle, die sie noch nicht kennen: Marsch des Lebens ist eine internationale Bewegung gegen Antisemitismus und für die Erinnerung an die Schoah; durch Märsche, Veranstaltungen und Begegnungen setzen sich Menschen weltweit dafür ein, Verantwortung aus der Geschichte sichtbar zu machen und solidarisch an der Seite des jüdischen Volkes und Israels zu stehen) die ich mittlerweile meine engen Freunde nennen darf, sowie dem unglaublich talentierten Bar Zemach und der wundervollen Beersheva Band!
Aber vor allem gilt der Dank EUCH.
So viele Menschen sind zu unserem Gesprächskonzert „Erinnern verpflichtet!“ gekommen - obwohl alles sehr kurzfristig und spontan organisiert war und ursprünglich eher als eine Art Pilotprojekt gedacht war.
Jetzt, da wir gesehen haben, wie groß das Interesse und die Sehnsucht nach solchen Abenden sind, arbeiten wir mit Hochdruck daran, ein Programm zu entwickeln, damit wir diese besonderen Begegnungen künftig öfter - und nicht nur in Berlin - stattfinden lassen können.
Musik. Gesang. Gespräch. Diskussion. Austausch. Traurig, fröhlich, nachdenklich und gleichzeitig voller Leben und Lebensfreude.
Sarah Maria Sander
Antisemitismus im Gesundheitswesen – ich suche Betroffene und Hinweise.
Ich recherchiere derzeit zu möglichen antisemitischen Vorfällen im deutschen Gesundheitswesen.
Habt ihr als jüdische Patienten in Krankenhäusern, Arztpraxen oder anderen medizinischen Einrichtungen Antisemitismus erlebt? Gab es diskriminierende Äußerungen, unangemessenes Verhalten oder Situationen, in denen ihr euch aufgrund eurer jüdischen Identität unsicher gefühlt habt?
Mich interessieren auch eure Ängste, Sorgen und Zweifel im Umgang mit medizinischem Personal sowie Beobachtungen von Angehörigen oder Mitarbeitern. Und wie sich dieses empfinden seit dem 7. Oktober 2023 verändert hat.
Bitte meldet euch bei mir per Direktnachricht oder an hinweise@sarahmariasander.com
Alle Hinweise werden vertraulich behandelt. Auf Wunsch auch anonym. Ich freue mich, wenn ihr diesen Aufruf teilt, damit möglichst viele Betroffene erreicht werden.
1 day ago |[YT] | 1,083
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Sarah Maria Sander
Der Tag wird zu Ende gehen. Morgen ist der 8. Oktober.
Nach dem 8. Oktober wird der 9., der 10. folgen. Menschen werden vergessen, verdrängen; die Bilder werden verblassen. Man muss weiterleben. Man muss. Und doch bleibt die Frage: Wie?
Ich weiß nicht, warum sich der dritte Jahrestag erdrückender anfühlt. Vielleicht, weil man vorher funktionieren musste.
2024 war ich am ersten Jahrestag in evakuierten Gebieten im Norden, an der Grenze zum Libanon, während die Sirenen schrillten und über uns Raketen der Hisbollah pfiffen. Keine Zeit nachzudenken. Nur das Jetzt. Nur überleben.
2025 war es der Kampf um jede Stunde, denn jede Stunde konnte in Geiselhaft ein Leben kosten. Keine Zeit, innezuhalten.
Aber jetzt. Heute. Dieser Raum, der plötzlich da ist, überfährt mich. Er würgt.
Und es ist nicht einmal nur das Grauen, das der Verstand gar nicht greifen kann, ohne zu brechen. Nicht nur das blutrünstige Morden. Nicht die Erinnerungen und Bilder, die sich ins Gedächtnis gekerbt haben. Es ist die Gleichgültigkeit der Mitmenschen auf der Straße. Es ist eine Berichterstattung, die es nicht schafft, den Toten und den Überlebenden auch nur an einem einzigen Tag die Würde zu geben, die sie verdienen. Einen einzigen Tag, an dem ihr Leid nicht für die eigene politische Agenda und moralische Selbstüberhöhung benutzt wird.
Ich kann seit drei Jahren nicht zur Ruhe finden. Und heute ganz besonders nicht. Weil es keine Ruhe gibt.
Ich denke an die Seelen, die auf dem Nova-Gelände so rücksichtslos, so sinnlos, so unvorbereitet aus ihren Körpern gerissen wurden. Als müssten sie noch immer dort umherwandern, verloren, unfähig zu begreifen, was geschehen ist. Ich denke an die Kinder, deren Kindheit so abrupt endete. An die Schreie. An das Feuer, das ganze Familien verbrannte. An die manischen, diabolischen „Allahu Akbar“-Rufe. An den Blick von Shiri Bibas, wie sie ihre Kinder fest an sich presst. Diese Angst. An dieses sinnlose Sterben von Menschen mitten im Leben. Schmerz, der in kein Wort passt.
Man wird weiterleben. Und auf die Frage „Wie?“ wird man jeden Tag aufs Neue eine Antwort finden.
6 days ago |[YT] | 1,941
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Sarah Maria Sander
Heute Abend beginnt Jom Kippur, der höchste Feiertag im Judentum. Er beginnt mit Sonnenuntergang und endet morgen Abend.
Jom Kippur ist der Tag der Umkehr, der Versöhnung und der ehrlichen Selbstprüfung. Viele Jüdinnen und Juden fasten, beten und fragen sich:
Wo habe ich anderen Unrecht getan?
Was kann ich wiedergutmachen?
Wie kann ich im kommenden Jahr besser handeln?
In diesen Tagen wird auch vom „Buch des Lebens“ gesprochen. An Rosch ha-Schana, dem jüdischen Neujahr, wird das Buch des Lebens geöffnet; an Jom Kippur wird das Urteil für das kommende Jahr besiegelt. Deshalb wünschen sich Jüdinnen und Juden:
Möge ich in das Buch des Lebens eingeschrieben und zum Guten besiegelt werden.
Gemeint ist dabei nicht nur der Wunsch nach einem langen Leben. Es ist auch der Wunsch nach Verantwortung – nach einem Leben, das anderen zum Guten dient.
Wie tief dieser Tag in der jüdischen Geschichte verwurzelt ist, zeigen auch Zeugnisse aus der NS-Zeit. Jüdisches Leben wurde verfolgt, Gebet verboten, Hunger und Gewalt waren Alltag. Und dennoch versuchten Menschen in Ghettos und Lagern, Jom Kippur zu ehren: Sie flüsterten Gebete und fasteten, obwohl bitterer Hunger ihren Alltag bestimmte.
Für viele war dieser Tag ein stilles Zeichen von Würde:
Ihr könnt uns vieles nehmen – aber nicht die Erinnerung daran, wer wir sind.
Auch aus der Gegenwart gibt es Berichte, die zeigen, welche Kraft Jom Kippur für Jüdinnen und Juden haben kann. Der ehemalige israelische Geisel Eitan Horn berichtete nach seiner Freilassung aus der Hamas-Geiselhaft in Gaza, dass er dort zum ersten Mal in seinem Leben an Jom Kippur gefastet habe – trotz schwerster Entbehrungen.
Jom Kippur trägt die Erinnerung an die eigene Herkunft, an frühere Generationen und an verlorene Familien in sich.
Gerade weil jüdische Identität über Jahrhunderte verfolgt, verdrängt und ausgelöscht werden sollte, kann dieser Tag auch ein stilles Bekenntnis sein:
Wir sind da.
Wir erinnern uns.
Wir tragen Verantwortung füreinander.
Und wir geben unsere Identität nicht auf.
Mögen wir alle zum Guten ins Buch des Lebens eingeschrieben und besiegelt werden.
Gmar Chatima Tova. 🙏
3 weeks ago |[YT] | 2,257
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Sarah Maria Sander
Zum neuen jüdischen Jahr 5787 wünschen wir allen ein Jahr voller Gesundheit, Frieden, Verbundenheit und gegenseitigem Verständnis.
Unser Wunsch für dieses Jahr ist auch ganz persönlich: Möge das Wegsehen bei Judenhass und der Hass auf Israel endlich aufhören und der Judenhass aus unserer Gesellschaft verschwinden.
Wir wünschen uns eine Gesellschaft, in der Juden sicher und selbstverständlich leben können, ohne Angst, ohne Ausgrenzung und ohne sich ständig fragen zu müssen, ob sie bleiben können.
Möge 5787 ein Jahr des Zusammenhalts, der Menschlichkeit und des Mutes sein – und ein Jahr, in dem wir nicht wegsehen, wenn Juden angefeindet werden.
Shana Tova!
Alon & Sarah
1 month ago |[YT] | 4,086
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Sarah Maria Sander
Der großartige und im wahrsten Sinne des Wortes einzigartige Henryk M. Broder - denn einen Menschen wie ihn gibt es kein zweites Mal - ist 80 Jahre alt geworden.
Es ist eine große Ehre für mich, mit ihm befreundet zu sein. Ein gemeinsames Foto haben wir bisher tatsächlich immer wieder vergessen zu machen - noch! -, aber das dritte Bild in diesem Post zeigt dafür eines meiner absoluten Lieblingsfotos von Alon und mir, aufgenommen vom legendären Herr Broder höchstpersönlich.
Und im letzten Bild: Broder bei WELT TV, wo er über mich gesprochen hat - ein Moment, der mir sehr viel bedeutet.
Auf 120 Jahre und darauf, dass uns dieser unverwechselbare Geist, dieser Kopf, dieser Witz und diese Klarheit noch sehr, sehr lange erhalten bleiben. Unsere Gespräche und der Austausch mit ihm haben mich immer wieder inspiriert und mich ganz wesentlich darin bestärkt, selbst den Weg des Journalismus zu gehen. Mazal Tov, lieber Herr Broder!
1. Foto: Aufgenommen von Abisag Tüllmann, 1989
2. Foto: Aufgenommen von Marco Limberg Jüdische Allgemeine
3. Foto: Aufgenommen von Henryk M. Broder
4. Foto: Aus der Sendung WELT TV vom 04.02.2026
1 month ago |[YT] | 1,518
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Sarah Maria Sander
Wenn ihr eure Erfahrungen – auch anonym – mit mir teilen möchtet, schreibt mir gerne an hinweise@sarahmariasander.com
Ich behandle jede Nachricht vertraulich und veröffentliche nichts ohne eure ausdrückliche Zustimmung.
Vielen Dank für euer Vertrauen.
2 months ago |[YT] | 1,140
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Sarah Maria Sander
Was macht Präsident Trump?
3 months ago |[YT] | 1,927
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Sarah Maria Sander
Antonio Guterres verurteilt Israels gestrige Angriffe auf Beirut scharf in einem neuen Tweet auf der Plattform X, fordert „größtmögliche Zurückhaltung“ und warnt ausgerechnet jetzt vor Folgen für Weltwirtschaft und Diplomatie.
Was für eine Doppelmoral.
Wer Eskalation erst bei Israels Verteidigung erkennt, bringt keinen Frieden. Er belohnt Terror. Die Botschaft an Hamas, Hisbollah und die Ayatollahs lautet: Greift Israel an. Die Empörung beginnt erst, wenn Israel zurückschlägt.
Wo war diese moralische Dringlichkeit, als das islamische Regime seine eigenen Menschen ermordet, gefoltert, vergewaltigt und hingerichtet hat?
Wo war sie am 7. Oktober?
Wo war sie, als israelische Geiseln nach Gaza verschleppt wurden?
Wo ist sie, wenn Terror-Proxys seit Monaten Raketen auf israelische Zivilisten feuern?
Guterres hat die Opfer des 7. Oktober im Stich gelassen. Er hat die Geiseln im Stich gelassen. Er hat die Menschen im Iran im Stich gelassen, die von diesem Regime brutal unterdrückt, gefoltert, vergewaltigt und hingerichtet werden.
Und ausgerechnet er belehrt Israel jetzt über „Zurückhaltung"?
Die Organisation, der er vorsteht, wirkt längst weniger wie eine Friedensorganisation und immer mehr wie eine PR-Abteilung für Islamisten, Terroristen und ihre Propaganda.
3 months ago |[YT] | 1,903
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Sarah Maria Sander
Vor einigen Tagen hatten Alon David und ich die große Ehre, im Präsidentenhaus in Jerusalem den Präsidenten Israels, Isaac Herzog, und die First Lady, Michal Herzog, zu treffen.
Wir wurden aufgrund unserer Arbeit seit dem 7. Oktober eingeladen - unserer Aufklärungsarbeit über Israel, Antisemitismus und die Realität dieses Krieges für ein deutsches Publikum.
Für mich persönlich war dieses Treffen einer der bewegendsten Momente auf diesem Weg. Nicht nur wegen der Einladung selbst, sondern wegen der unglaublichen Wärme, Menschlichkeit und Wertschätzung, die uns entgegengebracht wurde. Es hat mich tief beeindruckt zu erleben, wie nah der Präsident und die First Lady ihrem Volk sind, wie sehr sie zuhören und wie sehr sie sich als Teil einer großen israelischen Familie verstehen.
Besonders dankbar bin ich, diesen Moment mit Alon teilen zu dürfen. Seit Beginn begleitet er mich auf diesem Weg, unterstützt mich, öffnet Türen und hilft mir, Israel und seine Menschen besser zu verstehen.
Ich habe Michal Herzog gesagt, dass wir unsere Arbeit fortsetzen werden: die Geschichten der Menschen sichtbar zu machen, die in Deutschland oft nicht gehört werden, gegen Hass, Desinformation und Propaganda aufzustehen und dort aufzuklären, wo andere wegsehen.
Diese Wertschätzung gilt nicht nur uns. Sie gilt auch all den Menschen in Deutschland und Europa, die sich trotz Gegenwind für Wahrheit, Solidarität und gegen Antisemitismus einsetzen.
❤️🇮🇱
4 months ago |[YT] | 4,063
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Sarah Maria Sander
Was für ein wunderschöner Abend dieses Konzert in Berlin im April war. Danke an alle, die damals gekommen sind. ❤️
Diese jiddischen Lieder zum Leben zu erwecken und den Geschichten und Menschen, die sie einst geschrieben haben, wieder eine Stimme zu geben, ist für mich ein großes Geschenk. Etwas, dem ich mit viel Demut, Dankbarkeit und Respekt begegne.
Mein größter Dank gilt natürlich @MarchofLife (Für alle, die sie noch nicht kennen: Marsch des Lebens ist eine internationale Bewegung gegen Antisemitismus und für die Erinnerung an die Schoah; durch Märsche, Veranstaltungen und Begegnungen setzen sich Menschen weltweit dafür ein, Verantwortung aus der Geschichte sichtbar zu machen und solidarisch an der Seite des jüdischen Volkes und Israels zu stehen) die ich mittlerweile meine engen Freunde nennen darf, sowie dem unglaublich talentierten Bar Zemach und der wundervollen Beersheva Band!
Aber vor allem gilt der Dank EUCH.
So viele Menschen sind zu unserem Gesprächskonzert „Erinnern verpflichtet!“ gekommen - obwohl alles sehr kurzfristig und spontan organisiert war und ursprünglich eher als eine Art Pilotprojekt gedacht war.
Jetzt, da wir gesehen haben, wie groß das Interesse und die Sehnsucht nach solchen Abenden sind, arbeiten wir mit Hochdruck daran, ein Programm zu entwickeln, damit wir diese besonderen Begegnungen künftig öfter - und nicht nur in Berlin - stattfinden lassen können.
Musik. Gesang. Gespräch. Diskussion. Austausch. Traurig, fröhlich, nachdenklich und gleichzeitig voller Leben und Lebensfreude.
Es war einzigartig. ❤️
5 months ago |[YT] | 2,946
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